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Alcoa Europe auf Sardinien: Der US-Konzern legt traditionell als erster die Bilanzzahlen vor.

Börse heute

Alcoa hat Schubkraft

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Der weltgrößte Aluminiumkonzern Alcoa öffnet seine Geschäftsbücher und übertrifft die Prognosen. Die Stimmung an den Finanzmärkten hellt sich auf.

Klaus Kleinfeld hat es geschafft: Der ehemalige Siemens-Manager konnte den Aluminiumkonzern Alcoa wieder in die schwarzen Zahlen führen. Vor allem ein kräftiger Tritt auf die Kostenbremse führte dazu, dass im Schlussquartal des vergangenen Jahres 242 Millionen Dollar Gewinn in der Kasse verblieben. Dank wieder anziehender Aluminiumpreise fiel der Ausblick auf die laufenden Geschäfte optimistisch aus.

Dax startet mit leichtem Gewinn

Der weltgrößte Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet in den USA traditionell die Bilanzsaison. Die Zahlen haben deshalb große Strahtkraft auf die Finanzmärkte. Da die Zahlen und der Ausblick etwas besser als die Prognosen ausgefallen sind, hat sich die Stimmung an den Finanzmärkten merklich aufgehellt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) startete mit leichten Gewinnen in den neuen Tag.

Wie viel davon im Laufe des Tages hängen bleibt, hängt unter anderem von den Daten zur Industrieproduktion ab. Die deutlich gesunkenen deutschen Exporte und der starke Rücksetzer im vergangenen Oktober lassen auch für November nichts gutes erwarten, auch wenn sich das Ifo-Geschäftsklima zuletzt aufgehellt hat.

Asiens Börsen legen zu

Die Wall Street hatte im Vorfeld der Alcoa-Zahlen leicht im Minus geschlossen. Asiens Börsen nahmen den Aluminium-Impuls auf und legten zu. Der Tokioter Nikkei-Index stieg um 0,7 Prozent. Vor allem an der von Rohstoff geprägten Börse in Sydney hinterließ die Bilanz Spuren. Ob die Alcoa-Zahlen richtungweisend für die Bilanzsaison sind, ist wie immer strittig. Nicht wenige Händler stellen sich auf positive Überraschungen ein, nachdem die Prognosen für das 4. Quartal zuletzt deutlich zurück geschraubt worden waren. So gingen Beobachter noch vor 15 Monaten von Gewinnsteigerungen um bis zu 20 Prozent bei den 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen aus. Inzwischen wird nur noch mit einem durchschnittlichen Anstieg um fünf Prozent gerechnet.

Die Südzucker-Tochter CropEnergies hat am Morgen Zahlen vorgelegt. Der Biosprit-Hersteller hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres das Ergebnis um 50 Prozent steigern können. Ansonsten stehen im frühen Handel Aktien der Software AG im Blickpunkt. Das Darmstädter Unternehmen trennt sich von seinem SAP-Servicegeschäft in Nordamerika, das zuletzt Verluste eingebracht hatte.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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