+
Der A380 ist auf der International Paris Air Show 2005 ein Zuschauermagnet.

Airbus A380

Airbus stellt Produktion des A380 ein

Die Nachfrage nach dem A380 ist zu gering, der Flugzeugbauer Airbus zieht die Konsequenzen: 2021 soll der letzte A380 ausgeliefert werden.

Der Flugzeugbauer Airbus hat das Aus für seinen Riesenflieger A380 verkündet. Die letzte Maschine solle im Jahr 2021 ausgeliefert werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Airbus zieht damit die Konsequenzen aus der fehlenden Nachfrage nach dem doppelstöckigen Riesenjet. Konzernchef Tom Enders sprach von einer „schmerzlichen“ Entscheidung. Betroffen sein könnten tausende Airbus-Mitarbeiter.

Den Ausschlag gab letztlich eine Reduzierung einer Bestellung der Fluggesellschaft Emirates. Emirates habe ihre A380-Bestellungen von 162 auf 123 Maschinen reduziert, erklärte der Konzern.

„Infolge dieser Entscheidung gibt es keinen nennenswerten A380-Auftragsbestand mehr und damit keine Grundlage für eine Fortsetzung der Produktion - trotz aller Bemühungen unseres Vertriebs in den vergangenen Jahren, weitere Airlines als Kunden zu gewinnen“, erklärte Enders. „Das bedeutet, dass wir die Auslieferung der A380 ab 2021 einstellen.“

Enders würdigte den Riesenjet als „überragende technische und industrielle Leistung“. „Die heutige Ankündigung ist schmerzlich für uns und für die A380-Communities weltweit.“

Airbus erklärte, in den kommenden Wochen Gespräche mit den Sozialpartnern „bezüglich der 3000 bis 3500 Stellen“ aufzunehmen, die in den nächsten drei Jahren betroffen sein könnten. „Allerdings werden sich durch den aktuellen Produktionshochlauf bei der A320 und die Bestellung neuer Großraumflugzeuge durch Emirates zahlreiche Möglichkeiten für interne Stellenwechsel ergeben.“

Emirates hat den Angaben zufolge 40 Großraumflugzeuge vom Typ A330-900 sowie 30 A350-900 in Auftrag gegeben.

Der A380 hatte seinen ersten kommerziellen Flug vor gut elf Jahren absolviert, am 25. Oktober 2007. Lange sah es so aus, als könnte der Riesenjet eine Erfolgsgeschichte werden, er galt als Lösung für chronisch überlastete Flughäfen. In den vergangenen Jahren blieben aber die Bestellungen aus. Grund sind laut Experten die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten. (afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare