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Josef Ackermann.
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Josef Ackermann.

Zurich Versicherungen

Ackermann tritt nach Manager-Suizid zurück

Der Ex-Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, tritt nach dem Suizid des Finanzchefs als Vorsitzender des Verwaltungsrates des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich zurück.

Der Freitod des Finanzchefs Pierre Wauthier zieht einen abrupten Wechsel an der Spitze des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich nach sich. Präsident Josef Ackermann tritt mit sofortiger Wirkung aus dem Verwaltungsrat des Zürcher Unternehmens zurück. „Der unerwartete Tod Pierre Wauthiers hat mich zutiefst erschüttert“, wurde der frühere Deutsche Bank -Chef in der Mitteilung zitiert. „Ich habe Grund zur Annahme, dass die Familie meint, ich solle meinen Teil der Verantwortung hierfür tragen, ungeachtet dessen, wie unbegründet dies objektiv betrachtet auch sein mag.“.

Er sehe eine weitere erfolgreiche Führung des Verwaltungsrates in Frage gestellt. „Um jegliche Rufschädigung zu Lasten von Zurich zu vermeiden, habe ich beschlossen, von allen meinen Funktionen im Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung zurückzutreten.“ Sein Stellvertreter Tom de Swaan werde die Funktion des amtierenden Verwaltungsratspräsidenten übernehmen.

Ackermann war seit März 2012 Zurich-Präsident. Wauthier wurde am Montagmorgen tot in seiner Wohnung in der Nähe der Stadt Zug gefunden. Nach den ersten Ergebnissen einer Obduktion und der Situation am Wohnort sei von einem Suizid auszugehen, teilte die Polizei am Tag darauf mit. Wauthier hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Der Franzose, der auch einen britischen Pass besaß, wurde 53 Jahre alt. Er war nach Tätigkeiten im französischen Außenministerium und bei der Investmentbank JP Morgan 1996 zu Zurich Insurance gekommen. Im Oktober 2011 wurde er zum Finanzchef des Versicherers ernannt. In der breiten Öffentlichkeit trat Wauthier nicht in Erscheinung. Von Konflikten innerhalb des Konzers ist nichts bekannt.

Wauthier ist der zweite Spitzenmanager eines Schweizer Unternehmens, der sich in den vergangenen Wochen das Leben nahm. Vor einem Monat wurde Carsten Schloter, der Chef des Schweizer Telecom-Konzerns Swisscom, tot in seiner Wohnung gefunden. Vor seinem Tod hatte er in Interviews von Burn-Out-Symptomen und auch von familiären Problemen im Zusammenhang mit seiner Scheidung vor einigen Jahren gesprochen. (rtr)

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