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Behinderungsgrad von 30: Gleichstellung beantragen – das sind die Vorteile

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Von: Robin Dittrich

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Der Grad der Behinderung gibt an, wie sehr ein Mensch durch eine Behinderung beeinträchtigt wird. Welche Vorteile birgt eine sogenannte Gleichstellung?

Frankfurt – Menschen mit Behinderungen haben im Alltag oft mit höheren Ausgaben und einer gewissen Beeinträchtigung zu kämpfen. Ein Grad der Behinderung von 30 kann neben körperlichen Einschränkungen auch Vorteile bringen – es müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Diese Vorteile bestehen bei einem Grad der Behinderung von 30

Ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 gibt es viele finanzielle Vorteile. Unter anderem kann dann ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden, durch den behinderte Menschen Leistungen und Hilfen erhalten können. Obwohl der Schwerbehindertenausweis mit einem GdB von 30 noch nicht beantragt werden kann, ergeben sich dennoch einige Vorteile für Betroffene. Zunächst kann auf einen abgelehnten Antrag für einen Schwerbehindertenausweis Widerspruch eingelegt werden. Dieser Schritt kann sich lohnen, wenn der GdB knapp vor 50 liegt.

Themenbild Schwerbehindertenausweis Parkausweis fuer Behinderte Winden 07 11 2014 Schwerbehindert
Der Grad der Behinderung gibt an, wie sehr ein Mensch durch eine Behinderung beeinträchtigt wird. Welche Vorteile birgt eine sogenannte Gleichstellung? © imago stock&people

Für einen Widerspruch bleibt ein Monat nach Erhalt des Bescheids Zeit. Ist der Grad der Behinderung hingegen weit von 50 entfernt, könnte sich eine sogenannte Gleichstellung lohnen. Diese kann von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen oder Arbeitssuchenden bei der Agentur für Arbeit beantragt werden. In der Folge erhalten diese bei der Genehmigung der Gleichstellung einen Teil des Nachteilsausgleichs, der in der Regel nur bei einer Schwerbehinderung besteht. Unter anderem können dann Hilfsmittel am Arbeitsplatz und ein Lohnkostenzuschuss erhalten werden.

Welche Hilfsmittel können mit einem GdB von 30 erhalten werden?

Ein Ziel der Gleichstellung ist es, den Arbeitsplatz der behinderten Person zu sichern. Kann der Job aufgrund der Behinderung nicht im erforderlichen Maße ausgeführt werden, können Betroffene spezielle Programme oder Werkzeuge beantragen. Der Arbeitsplatz soll so eingerichtet sein, dass behinderte Menschen trotz Behinderung zurechtkommen. Wer aufgrund der Behinderung nur schwierig an eine Stelle kommt, wird von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt: mit Fortbildungen, Schulungen oder einem Lohnkostenzuschuss.

Diese Vorteile bringt eine Gleichstellung mit sich:

Mit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind Personen mit einem GdB von 30 beim Kündigungsschutz. Wenn der Arbeitgeber Ihnen kündigen möchte, muss das Integrationsamt dazu angehört werden. Diese kann die Kündigung anfechten und den Arbeitsplatz sichern, in dem sie beispielsweise den Wechsel in eine andere Abteilung durchsetzt. Nicht möglich ist es mit einem GdB von 30 hingegen, eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen zu beziehen. Auch zusätzlicher Urlaub muss vom Arbeitgeber nicht gewährt werden.

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