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Bakterien, Pilze, Schimmel: Wann Sie das Wasser in der Kaffeemaschine unbedingt wechseln sollten

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Von: Kilian Bäuml

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Die Kaffeemaschine ist für Millionen Deutsche ein täglicher Begleiter. Doch wenn sie nicht gepflegt wird, können sich Bakterien und Pilze in ihr sammeln.

Kassel – Am Morgen gehört der Kaffee für die meisten Deutschen einfach dazu. Er macht nicht nur wach, Kaffee trinken wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Doch ist der Kaffee fertig und man nimmt den ersten Schluck, stellt man manchmal fest – es schmeckt komisch. Da kommt schnell die Frage auf, wann das letzte Mal frisches Wasser in die Kaffeemaschine gefüllt wurde. Aber wann muss man es eigentlich wechseln?

Wasser ist ein Produkt, das grundsätzlich nicht verderben kann, berichtet Ökotest. Wenn die Maschine regelmäßig in Betrieb ist und das Wasser deshalb nicht lange in der Kaffeemaschine steht, besteht grundsätzliche keine Gefahr für Keime im Wasser. Zudem wird das Wasser in der Maschine beim Kaffee kochen stark erhitzt, mindestens auf 80 Grad Celsius. Auch wenn es nur kurzzeitig erhitzt wird, bietet der Brühvorgang einen gewissen Schutz vor Bakterien und Pilzen. Trotzdem muss Wasser in der Kaffeemaschine regelmäßig gewechselt werden, denn das Wasser an sich ist nicht die einzige Quelle für Bakterien und Pilze.

In Kaffeemaschinen kann es zu Ansammlungen von Bakterien und Pilzen kommen. (Symbolbild)
In Kaffeemaschinen kann es zu Ansammlungen von Bakterien und Pilzen kommen. (Symbolbild) © Robert Kalb/Imago

Bakterien, Pilze und Schimmel in der Kaffeemaschine: Nicht nur das Wasser muss gewechselt werden

Wenn das Wasser lange in der Kaffeemaschine steht, können sich Ablagerungen im Wassertank bilden. Die sogenannten Biofilme bestehen aus Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten, schreibt Ökotest. Die Biofilme verfälschen den Kaffee-Geschmack und können mit der Zeit sogar die Maschine verstopfen. Um sie zu beseitigen und vorzubeugen, sollte der Wassertank regelmäßig gereinigt werden. Schwamm und Spülmittel reichen dafür aus, wichtig ist, dass die Maschine nach der Reinigung vollständig trocknet.

Die eigentliche Gefahr in der Kaffeemaschine geht jedoch nicht vom Wasser und dem Wassertank an sich aus, sondern von Kaffeeresten, die sich in der Maschine befinden. Wenn sich Reste sammeln, breiten sich dort aufgrund der Temperatur und der Feuchtigkeit schnell Bakterien und Pilze aus – Das führt sogar schnell zu Schimmel. Besonders betroffen davon sind Vollautomaten, weil sich rund um das Mahlwerk schnell Kaffeereste sammeln. Doch auch in klassischen Filtermaschinen und Pad-Maschinen können Reste zurückbleiben, die schimmeln.

GegenstandKaffeemaschine
GefahrBakterien, Pilze und Schimmel
MaßnahmeWasser wechseln, reinigen und trocknen
Kaffeemaschinen in DeutschlandIn über vier von fünf Haushalten (Quelle: destatis.de)

Bakterien, Pilze und Schimmel in der Kaffeemaschine: Wasser wechseln und richtig reinigen

Damit sich erst gar keine Bakterien und Pilze in der Kaffeemaschine vermehren und sich Schimmel bildet, muss die Kaffeemaschine regelmäßig gereinigt werden. Der Kaffeemaschinen-Hersteller DeLonghi schreibt dazu auf seiner Website, dass man das Wasser am besten täglich wechseln sollte. Da der Kaffee zu 98 Prozent aus Wasser besteht, sollte das Wasser möglichst frisch sein. Der Wasserbehälter sollte zudem gereinigt werden.

Wenn bereits absehbar ist, dass länger kein Kaffee gekocht wird, sollte der Wasserbehälter geleert werden, um die Feuchtigkeit in der Maschine gering zu halten, informiert das Portal kaffeemaschinen-ratgeber.com. Der Kaffeesatzbehälter muss ebenfalls geleert und gereinigt werden. Bleibt er in der Kaffeemaschine, sammeln sich dort Bakterien und Pilze. Regelmäßiges entkalken der Maschine wird ebenfalls empfohlen, damit sich keine Keime an Kalkablagerungen festsetzen können.

Falls sich bereits Schimmel gebildet hat, muss die Maschine dringend gründlich gereinigt werden. Natron kann beispielsweise zum Reinigen der Kaffeemaschine verwendet werden, ebenso wie Essig. Trotzdem muss die Maschine im Anschluss nochmals möglichst heiß gereinigt werden, am besten in der Spülmaschine, wenn sich die Maschine dafür eignet. Für Vollautomaten gibt es zudem spezielle Reinigungstabletten, die man verwenden kann. (kiba)

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