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Deutsche Post und Co.: Beschwerden haben sich verdreifacht

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Von: Sarah Neumeyer

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Die Beschwerden über die Deutsche Post haben 2022 deutlich zugenommen.
Die Beschwerden über die Deutsche Post haben 2022 deutlich zugenommen. © Jan Woitas/dpa

Bei der Bundesnetzagentur häufen sich die Beschwerden über die Deutsche Post und andere Postunternehmen.

Frankfurt – Beschädigte Briefe und Pakete, verspätete Zustellungen und Sendungen, die nie ankommen – im vergangenen Jahr gingen bei der Bundesnetzagentur so viele Beschwerden über die Post ein wie noch nie. Insgesamt 43.500 Beschwerden wurden 2022 bei der Bundesbehörde registriert und damit fast dreimal so viele wie 2021, wie die Bundesnetzagentur am Sonntag (08. Januar) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Beschwerden richteten sich gegen die gesamte deutsche Brief- und Paketbranche, besonders viel Ärger gab es allerdings mit der Deutschen Post. Über den Marktführer gingen besonders viele Beanstandungen ein, hauptsächlich über verspätete und verlorene Sendungen. Die Post spricht von lokalen Problemen und begründet diese mit einem hohen Krankenstand und Personalmangel.

Deutsche Post: Beschwerden haben sich verdreifacht

Für Beschwerden sind zunächst grundsätzlich die Postunternehmen – also die Deutsche Post und andere private Anbieter – selbst zuständig, informiert die Bundesnetzagentur. Gibt es allerdings anhaltende Probleme, können sich Verbraucherinnen und Verbraucher an die Bundesnetzagentur wenden, beispielsweise wenn Briefe gar nicht oder nur unregelmäßig zugestellt werden.

„Stellt die Bundesnetzagentur anhand gehäufter Beschwerden aus einem Postleitzahlengebiet oder einer Region einen Hotspot fest, fordert sie das jeweilige Postunternehmen auf, bestehende Mängel zeitnah abzustellen und die gesetzlich vorgeschriebene Qualität dauerhaft zu gewährleisten“, heißt es vonseiten der Bundesbehörde.

Der bisherige Höchstwert der Beschwerden über die Post hatte 2020 bei 18.867 gelegen. Im Jahr 2021 waren 15.118 Beschwerden über die Deutsche Post und andere Post-Dienstleister eingegangen.

Schon bald könnte es bei der Post einige Änderungen geben. Im Koalitionsvertrag hat die Ampel-Koalition aus SPD, Grüne und FDP vereinbart, das Postgesetz zu novellieren. (sne/dpa)

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