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Trend-Berufe 2023: Diese Jobs haben die meisten Stellenausschreibungen

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Von: Patryk Kubocz

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Was sind die gefragtesten Berufe in Deutschland im Jahr 2023? Analysen geben Aufschluss über die neuesten Entwicklungen.

Frankfurt – Ein Gespenst geht um in den deutschen Unternehmen – es nennt sich Fachkräftemangel. Aktuell scheint es, als würde jeder Betrieb vom Personalmangel gebeutelt werden. Im Dezember haben viele Viren und eine Krankheitswelle diesen Effekt verstärkt – beispielsweise der Frankfurter Nahverkehr leidet aufgrund der aktuellen Lage.

Doch welche Berufe sind im kommenden Jahr besonders gefragt? Dem Portal Business Insider liegt exklusiv eine Analyse des sozialen Berufsnetzwerks Linkedin vor. Diese Bewertung des deutschen Arbeitsmarktes beschäftigt sich mit der Anzahl der Bewerbung pro Stelle und den gefragtesten Berufsgruppen. Hier erfahren Sie, welche Jobs 2023 im Trend liegen.

Trend-Berufe in Deutschland: Ein Bewerber pro Stellenausschreibung

Wie stark sich der Fachkräftemangel in Deutschland wirklich auswirkt, wird durch einen Wert besonders deutlich. „Ende 2022 kam auf jede Linkedin-Stellenausschreibung genau ein Bewerber. Mit diesem Wert liegt Deutschland im internationalen Vergleich an der Spitze“, zitiert der Business Insider aus der Analyse.

Job interview die mitarbeiter hören sich die Antwort des Bewerbers an
Dieses Bild könnte im kommenden Jahr oft in Deutschland zu sehen sein. Viele Betriebe suchen nach qualifizierten Mitarbeiter:innen. (Symbolfoto) ©  YAY Images/imago images

Der europäische Vergleich zeigt: Sowohl in Großbritannien als auch in Frankreich bewerben sich im Schnitt mehr als zwei Kandidaten pro Stelle. Auch in Kanada liegt der Wert in Schnitt bei zwei Kandidaten. Einzig die USA kommt mit einem Schnitt von 1,11 Bewerber pro Stellenausschreibung an die deutschen Zahlen heran.

Diese Berufe sind 2023 besonders im Trend – Vertrieb, Wachstum und Außendarstllung im Fokus

Vor allem Expert:innen in den Bereichen Vertrieb und Unternehmensentwicklung sind bei den Betrieben gefragt. Auf Platz eins liegen Mitarbeitende für Vertriebsentwicklung, während auf dem zweiten Rang Wachstumsmanager:in liegen. Jeweils Berufe, die den Unternehmen beim Expandieren weiterhelfen sollen.

Das sind laut der Linkedin-Analyse die zehn nachgefragtesten Jobs in Deutschland für das Jahr 2023:

  1. Mitarbeiter:in Vertriebsentwicklung
  2. Growth Manager:in
  3. Employer Branding Manger:in
  4. Nachhaltigkeitsmanager:in
  5. Leitende:r Unternehmenskundenbetreuer:in
  6. Kundenzufriedenheitsmanager:in
  7. Transaktionsmanager:in
  8. Cloud Engineer
  9. Produktanalyst:in
  10. Dateningenieur:in

Trend-Berufe: Jobs im IT-Bereich 2023 weiterhin gefragt

Weiterhin sind Berufe im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) stark nachgefragt und liegen im Ranking auf den Plätzen acht bis zehn. Deutschland steckt immer noch mitten in der Digitalisierung. Nach wie vor werden Informatiker gesucht, um den Prozess weiter voranzubringen.

„Wie bereits im Vorjahr suchen deutsche Unternehmen immer noch dringend nach IT-Mitarbeitern“, sagt Barbara Wittmann, die bei Linkedin den deutschsprachigen Raum verantwortet. Auch deswegen sollten sich Arbeitnehmer:innen bewusst werden, dass Fähigkeiten in den genannten Bereichen sehr wertvoll sind. Deshalb könnte das Jahr 2023 für viele eine neue Karrierechance bieten.

Trends im Berufsleben: Work-Life-Balance statt Führungsposition

Diese Einschätzung wird auch von einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) in Kooperation mit der Jobbörse Stepstone gestützt. Die Verzweiflungen unter den Arbeitgeber:innen ist groß: Unter den 90.000 Befragten, sagten fast die Hälfte der deutschen Studienteilnehmer:innen, sie erhalten mindestens einmal pro Monat ein Jobangebot. Rund 80 Prozent berichten, dass sie mehrfach im Jahr ein Jobangebot erhalten.

Dabei habe sich der Fokus der Arbeitnehmer:innen bei einem neuen Beruf verschoben. „Zwei Drittel der Deutschen geben an, dass sie sich einen sicheren Job wünschen, der gleichzeitig genug Zeit für Familie, Freundeskreis und Hobbys zulässt“, schreibt die BCG. Den Wunsch nach einer Führungsposition geben nur 31 Prozent an. Auch fordern 41 Prozent: Die Firmen sollen bereits in der Stellenausschreibung das Gehalt angeben. Ein Jobwechsel soll sich immerhin auch finanziell lohnen.

Die Job-Trends der Zukunft: So soll der deutsche Arbeitsmarkt von Morgen aussehen

Eine Zukunfsstudie der Unternehmensberatung Deloitte ist noch einen Schritt weiter gegangen. Diese hat fünf Trends herausgearbeitet, die den deutschen Arbeitsmarkt bis 2035 prägen sollen. Beispielsweise geht die Beratungsfirma davon aus, rund zwei Drittel der Arbeitszeit könne nicht durch Technologie ersetzt werden. Jobs, die nicht durch Maschinen ersetzt werden können, sollen sogar besonders Zukunftsicher sein.

Weiterhin geht die Studie davon aus, dass unsere Arbeitswelt von Morgen weniger von Automatismen geprägt sein wird. Analytisches Denken und menschliche Interaktion soll in den Vordergrund rücken. „Die Jobs der Zukunft sind dagegen wissensintensiv und erfordern Spezialisierung und Kreativität“, schreibt Deloitte auf ihrer Website. Darüber hinaus soll die Zahl der Gesundheitsberufe bis 2035 um 26 Prozent wachsen, während der Bildungssektor ein Anstieg von 20 Prozent erleben soll. Auch die Rente verschärft die Personalnot in Hessen. Um dem entgegenzuwirken, sollen Zukunftswerkstätte entstehen. (Patryk Kubocz)

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