+
Strahlende Gesichter: die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs „präsentieren & gewinnen“ und dessen Ausrichter.

Schülerforen

Interesse an Wirtschaft geweckt

  • schließen

Die drei Sieger im Oberstufenwettbewerb 2019 stehen fest. Einladung zu den öffentlichen Foren.

Es sind für Schülerinnen und Schüler eher untypische Themen, mit denen sich die Teams im diesjährigen Oberstufenwettbewerb von Frankfurter Rundschau, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und dem Bildungswerk der hessischen Wirtschaft (BWHW) durchgesetzt haben. Fintechs, Brexit und die Stromtrasse Suedlink sind die Themen, die nun die drei siegreichen Wettbewerbsarbeiten bei "präsentieren & gewinnen" bestimmen.

"Es geht uns mit dem Wettbewerb darum, das Interesse an einer breit gestreuten Grundbildung zu ökonomischen Sachverhalten zu wecken und zu stärken", sagte VhU-Geschäftsführer Jörg Feuchthofen anlässlich der Siegerehrung, zu der die Teams in die Redaktion der Frankfurter Rundschau eingeladen waren. Dies gelinge offenbar, stellte Feuchthofen fest.

Die Jury

Das letzte Wort haben die drei Juroren. Sie entscheiden, welcher der zahlreichen guten Beiträge zu den Siegern gehört. Und sie sind es auch, die als Laudatoren in den öffentlichen Foren ihre Entscheidung begründen und die siegreichen Wettbewerbsbeiträge dem Publikum vorstellen.

"Die eingereichten Arbeiten zeigen eine große Vielfalt und machen deutlich, was Jugendliche bewegt", sagte Bildungswerk-Geschäftsführer Matthias Rust. Es sei spannend zu erfahren, wie sich der Brexit oder auch die Energiewende aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern darstellten. Ausgewählt wurden die siegreichen Beiträge von einer prominent besetzten Jury (siehe nebenstehende Box). Dabei sei es auf eine handwerklich solide Ausführung, eine gute Themenwahl, regionale Bezüge und eine gründliche Recherche angekommen, sagte Rust.

Alle drei Teams werden ihre Arbeiten in den nächsten Wochen in öffentlichen Foren vorstellen. Damit geht dann die inzwischen 13. Runde des Oberstufenwettbewerbs zu Ende. Die 14. Runde ist derweil schon in der Planung. Die Leser und Leserinnen der FR sind eingeladen, an den öffentlichen Foren teilzunehmen und mitzureden.

Thema: Brexit und Frankfurt

Wie wird sich Frankfurt verändern, wenn der Brexit kommt? Ist das überhaupt die richtige Frage? Die Veränderung hat ja schon begonnen. Zahlreiche Bankhäuser haben in der Mainmetropole Niederlassungen gegründet oder ihre Filialen ausgebaut. Selbst wenn der Brexit nun doch nicht kommt, wenn die Briten in der Europäischen Union bleiben sollten, scheinen die Folgen unumkehrbar. Aber wer wäre eigentlich gefordert, den Wandel zu gestalten, der ja auch mit noch mehr Nachfrage nach Wohnungen, Schul- und Kinderbetreuungsplätzen einhergeht? Auch darüber wird in dem Forum zu reden sein, in dem Annabelle Hennemann, Jacob Krüger und Gero ten Hövel ihren siegreichen Wettbewerbsbeitrag vorstellen werden.

Lehrkraft: Johanna Trick
Schülerteam: Annabelle Hennemann, Jacob Krüger und Gero ten Hövel Martin-Niemöller-Schule, Wiesbaden

Thema: Suedlink als Segen?

Wenn die Energiewende vor der eigenen Haustür geschieht, ist sie nicht unbedingt jedem willkommen. Suedlink, eine 700 Kilometer lange Leitung, die den Strom aus Windkraft vom Norden zu den Verbrauchern im Süden Deutschlands transportieren soll, führt durch Hessen. Auf 59 Kilometern durchquert sie den Werra-Meißner-Kreis. Was spricht für die Leitung, was dagegen? Lässt sich an ihrem Verlauf noch etwas ändern? Außerdem würde das Projekt Milliarden Euro kosten. Aber was wären Alternativen? Raul Guthardt, Luke Herwig und Leon Volkenant werden dem Publikum in ihrem Forum Antworten auf diese Fragen geben – oder zumindest zum Diskutieren anregen. Vorlagen dazu liefern auch die Lokalpolitiker, deren Standpunkte die drei Schüler abgefragt haben. 

Lehrkraft: Dr. Claus Wenzel
Schülerteam: Raul Guthardt, Luke Herwig, Leon Volkenant

Thema: Fintechs statt Banken 

Frankfurt ist wie keine andere Stadt geprägt von Bankentürmen. Es ist ohne Frage ein bedeutender Finanzstandort. Welche Auswirkungen haben da Fintechs, also Unternehmen, die ihre Finanzdienstleistungen auf der Basis digitaler Technologien anbieten? Gefährden sie den Standort, stärken sie ihn? Und wie ist es eigentlich um die Gründerszene in Frankfurt und Hessen bestellt? Nadja Marchesi und Eliana Zewdie haben in ihrem Wettbewerbsbeitrag nicht nur die Biotope ausgeleuchtet, in denen Start-ups gedeihen, sondern auch sehr konkret danach gefragt, wie sich dadurch eine ganze Branche verändern könnte. Anstoß genug für eine spannende Diskussion bei ihrem Forum haben sie damit auf jeden Fall gegeben. 

Lehrkraft: Andreas Habermann
Schülerinnenteam: Nadja Marchesi und Eliana Zewdie Dreieich-Schule, Langen

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare