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Erika Foerster.

Mein Frankfurt

Aus Japan nach Frankfurt

Erika Foerster hat hier ihren Traumberuf gefunden.

Von Jerome Foerster

Erika Foerster ist 77 Jahre alt. Seit 64 Jahren lebt sie in Deutschland. Ursprünglich kommt sie aus Japan, doch nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ihre Familie enteignet und an die USA ausgeliefert. Anschließend wurde ihre Familie mit einem US-Kriegsschiff nach Deutschland gebracht, um festzustellen, ob ihr Vater, ein deutscher Ingenieur, der seine eigene Maschinenfabrik in Tokio besaß, ein Nazi war. 

Zuallererst kamen sie in Ludwigsburg an, doch als ihre Mutter krank wurde, zogen sie in den Tessin. Nachdem sie dann wieder zurück nach Deutschland gezogen waren, lebten die Familie in Wald-Michelbach. Dort legte Erika ihr Abitur aber und zog anschließend allein nach Frankfurt, um dort ihren Traumberuf Grafikdesignerin zu studieren. 

Sie erzählt, dass sie relativ schnell Deutsch lernte, aber sicher in der Sprache fühlte sie sich erst nach zwei Jahren. Die derzeitige Flüchtlingspolitik der Regierung hält sie für inkonsequent, da die Flüchtlinge in Unterkünften eingesperrt seien. Denn um sie besser zu integrieren, sei es besser, wenn sie arbeiteten und Sprachunterricht nehmen würden. 

Sie findet es sinnlos für die Flüchtlinge und die deutsche Wirtschaft, dass diese Menschen keine Berufe ausüben dürften, in denen Nachwuchs gebraucht werde, wie etwa in der Pflege oder im Handwerk. Die Frage, ob es gut für sie gewesen sei, nach Deutschland zu kommen, beantwortet sie ganz klar mit Ja. Hier habe sie viel mehr Möglichkeiten gehabt, ihren Traumberuf zu erlernen und auszuüben.

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