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Wahlergebnis

Kommunalwahl in Hessen: NPD stürzt in Hochburgen ab

  • Hanning Voigts
    vonHanning Voigts
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Die rechtsextreme NPD landet bei der Kommunalwahl teilweise bei mehr als zehn Prozent. Verluste macht sie in ihren regionalen Hochburgen.

Hessen - Der Dank kam, noch bevor es von irgendwo erste Trendergebnisse gab. Kaum hatten in Hessen die Wahllokale geschlossen, veröffentlichte die rechtsextreme NPD am Sonntagabend auf Facebook ein Bild mit ihrem Parteilogo, einem hessischen Löwen und dem Schriftzug „Danke an die vielen Wähler und Unterstützer“. Man bedanke sich bei allen, die „trotz Lüge und Hetze in den Medien“ NPD gewählt hätten.

Obwohl die rechtsextreme Partei sich somit frühzeitig zufriedengab, sahen ihre ersten Ergebnisse bei dieser Kommunalwahl sehr durchwachsen aus. Die NPD hatte sich diesmal mit aller Kraft auf ihre regionalen Hochburgen konzentriert und muss trotzdem mit Verlusten leben. Bei der Wahl zum Kreistag im Lahn-Dill-Kreis kommt sie laut Trendergebnis nur noch auf 0,7 Prozent der Stimmen, in der Wetterau auf 0,9 Prozent. Bei der Wahl 2016 hatten die Ergebnisse noch bei 2,0 und 2,2 Prozent gelegen.

In Büdingen (Hessen) verliert die NPD bei den Kommunalwahlen. In zwei hessischen Gemeinden erzielt sie 10 Prozent der Stimmen oder mehr.

Kommunalwahl in Hessen: NPD in zwei Gemeinden bei mindestens 10 Prozent

In Büdingen (Wetteraukreis) stürzen die Rechtsextremen auf 3,3 Prozent ab, 2016 hatten sie noch 10,2 Prozent erzielt. In Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis), wo sie 2016 auf 7,7 Prozent der Stimmen gekommen war, erhalten sie laut Trend nur 1,1 Prozent. Thomas Hantusch, seit Jahren ein zentraler Akteur der hessischen NPD, kommt bei der Oberbürgermeisterwahl in Wetzlar auf 148 Stimmen und 0,8 Prozent.

Erfolge kann die NPD laut den Trends nur in zwei hessischen Gemeinden verbuchen: In Altenstadt (Wetterau), wo ihr Kader Stefan Jagsch wohnt, erhält die rechtsextreme Partei stolze 11,1 Prozent und damit noch einmal mehr Stimmen als 2016, als 10 Prozent für die NPD in Altenstadt schon für bundesweites Aufsehen gesorgt hatten.

Kommunalwahl in Hessen: NPD als Konkurrenz mit der AfD

In der Kleinstadt Leun im Lahn-Dill-Kreis kommen die Rechtsextremen derweil auf 10 Prozent, 2016 waren es noch 11,2 Prozent gewesen. Diese Erfolge hänge dabei offenbar unmittelbar mit dem Verhalten der AfD zusammen: In Altenstadt und Leun war die AfD nicht zur Wahl angetreten, dort konnte die NPD Erfolge verbuchen. In Wetzlar und Büdingen, wo die AfD sich dagegen erstmals an einer Kommunalwahl beteiligte, hat die NPD massive Verlust erlitten.

Am Zustand und Verhalten der Hessen-NPD dürfte sich durch das Ergebnis der Kommunalwahl wenig ändern. Die derzeitige Führungsriege um Stefan Jagsch, Thomas Hantusch und den Landesvorsitzenden Daniel Lachmann aus Büdingen verwaltet die rechtsextreme Partei schon länger mehr schlecht als recht, politische Bedeutung hat die NPD nur noch in ihren Hochburgen. Auch die politische Konkurrenz durch die AfD dürfte der Partei weiter zusetzen. (Hanning Voigts)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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