Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wohnungen in Frankfurt bleiben Mangelware. Und werden immer teurer.  	Foto: Rolf Oeser
+
Wohnungen in Frankfurt bleiben Mangelware. Und werden immer teurer. Foto: Rolf Oeser

Wahlprüfstein: Wohnen

Kommunalwahl Frankfurt: Die Positionen zum Thema Wohnen

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
    schließen

Die Frankfurter Parteien haben sehr unterschiedliche Vorschläge, wie die Stadt aus der Wohnungskrise kommen könnte. Ein Überblick über die Programme zur Kommunalwahl.

Kommunalwahl Frankfurt: CDU-Positionen zur Wohnungspolitik

Mehr Frankfurter:innen sollen in Eigentum leben können. Dazu soll die Bereitstellung bezahlbarer Eigentumswohnungen gefördert werden.

Den Baulandbeschluss, der Investoren etwa Vorgaben für geförderten Wohnungsbau macht, will die CDU überprüfen. Es soll untersucht werden, ob er die Situation auf dem Wohnungsmarkt nicht verschlimmert.

Die Objektförderung, also der Bau von Sozialwohnungen, soll durch Subjektförderung, also etwa Wohngeld, ersetzt werden.

„Trabantenstädte“ auf der grünen Wiese soll es mit den Christdemokraten nicht geben. Ausdrücklich stellt sie sich gegen eine Bebauung des Pfingstbergs. Wo Stadtteile erweitert werden, etwa im Nordwesten Frankfurts an der A5, soll sich die Bebauung an den Bestand anfügen.

Wohnhochhäuser leisten für die CDU einen wichtigen Beitrag zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Die CDU setzt sich für den Bau weiterer Hochhäuser ein.

Video-Gespräch zur Wohnungspolitik in Frankfurt

Kommunalwahl Frankfurt: SPD-Positionen zur Wohnungspolitik

Ein ökologischer Musterstadtteil soll im Nordwesten der Stadt an der A5 entstehen. Bis 2030 will die SPD stadtweit die Voraussetzungen für bis zu 70 000 Wohnungen schaffen. Platz für neue Quartiere sieht die SPD etwa auf dem alten Bahngelände am Römerhof und im Osten Sachsenhausens, etwa an der Station Mühlberg.

Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG soll zu mindestens 50 Prozent geförderte Wohnungen bauen. Wer dort wohnt und Anspruch auf eine geförderte Wohnung hat, soll auch nur die entsprechende Miete zahlen. Die Differenz bezahlt die Stadt.

Alle Wohnungsmieten in der Stadt sollen nur noch um ein Prozent pro Jahr steigen dürfen, was allerdings das Land ermöglichen müsste. Mieter:innen will die SPD zudem etwa mit neuen Milieuschutzsatzungen schützen.

Die Erbbauzinsen sollen, je nach Nutzung, auf bis zu 0,5 Prozent sinken. Städtische Liegenschaften sollen nach den Vorstellungen der SPD nur per Erbbaurecht und im Konzeptverfahren vergeben werden.

Kommunalwahl Frankfurt: Grüne-Positionen zur Wohnungspolitik

Der Bau neuer Quartiere beidseits der A5 im Nordwesten kommt für die Grünen nur infrage, wenn dieser klimaverträglich geschehen kann und erfolgt. „Klima und Wohnen: Es geht nur zusammen“, heißt eine Maxime.

Der Bau der Günthersburghöfe im Nordend soll sich auf die bereits versiegelten Flächen beschränken.

Wohnungen sollen effizienter gebaut werden und im besten Fall als „Plus-Energie-Häuser“ Energie erzeugen.

Mieter:innen sollen durch neue Milieuschutzerklärungen geschützt werden. Die Stadt soll, wo sie Verdrängung befürchtet, strenger vorgehen.

Den Baulandbeschluss wollen die Grünen überarbeiten. Sie setzen sich für einen höheren Anteil geförderter Wohnungen, insbesondere von Sozialwohnungen, ein. Die Grünen wollen, dass die Wohnkosten im Allgemeinen ein Drittel des Einkommens nicht überschreiten.

Der Erbbauzins soll je nach Projekt auf 1,5 Prozent oder weniger sinken.

Kommunalwahl Frankfurt: FDP-Positionen zur Wohnungspolitik

Mehr Wohnungen sollen in Frankfurt entstehen. Nur eine nachhaltige Vergrößerung des Angebots durch rege Bautätigkeit vermindert nach Ansicht der FDP den Anstieg der Mietpreise. Die Partei wirbt etwa für den Bau der Günthersburghöfe.

Milieuschutzsatzungen will die FDP abschaffen. Sie fordert einen politisch unabhängigen Mietspiegel. Auch sonst hält sie nichts von Eingriffen in den Wohnungsmarkt. Die ABG soll nicht mehr nach Passivhausstandard bauen, sondern nur nach dem gesetzlichen Standard.

Die Nachverdichtung soll nach dem Willen der FDP erleichtert werden. So sollen etwa Dachgeschosse einfacher ausgebaut werden können.

Neue Wohntürme sollen entstehen können. In diesen soll es einen Anteil mietpreisgebundener Wohnungen geben.

Sozialen Wohnungsbau lehnt die FDP als zu teuer ab. Sie wirbt dafür, einkommensschwache Bevölkerungsgruppen direkt zu fördern.

Kommunalwahl Frankfurt: Linke-Positionen zur Wohnungspolitik

Den Stadtteil der Quartiere beidseits der A5 im Nordwesten lehnt die Linke aus Gründen des Natur-, Wasser- und Klimaschutzes prinzipiell ab. Falls das Areal bebaut wird, sollen dort nur preisgünstige Wohnungen entstehen.

Mindestens 2500 Sozialwohnungen sollen im Jahr gebaut werden, vor allem durch die stadteigenen Wohnungsbaugesellschaften. Diese sollen, so die Linken, eine dauerhafte Sozialbindung haben.

Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG soll nur noch geförderte Wohnungen bauen. Für Mieterinnen und Mieter der ABG, die Anspruch auf eine Sozialwohnung haben, soll die Miete entsprechend gesenkt werden.

Alle Wohnungsmieten sollen gedeckelt werden. Dafür macht sich die Linke auf Landesebene stark. Neue Milieuschutzsatzungen sollen Mieter:innen vor Verdrängung schützen.

Große Immobilienkonzerne wie Vonovia und Deutsche Wohnen will die Linke enteignen. Die Stadt soll früher öffentliche Wohnungen aufkaufen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare