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Der Frankfurter SPD-Chef Mike Josef im Gespräch mit Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Frankfurter Club Gibson. Foto: Peter Jülich
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Der Frankfurter SPD-Chef Mike Josef im Gespräch mit Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Frankfurter Club Gibson.

Kommunalwahl

Frankfurt: Wahlkampf mit Olaf Scholz

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat den Frankfurter SPD-Chef Mike Josef im Kommunalwahlkampf unterstützt. Bei einem Gespräch im Club Gibson ging es etwa um Wege aus der Corona-Krise.

Beide haben ein klares Ziel: Olaf Scholz, bisher Bundesfinanzminister, will Kanzler werden. Mike Josef, Frankfurter SPD-Vorsitzender und Planungsdezernent, will, dass die SPD bei der Kommunalwahl am Sonntag stärkste Kraft in Frankfurt wird.

Im klassischen Wahlkampfmodus präsentieren sie sich am Dienstagabend im Club Gibson an der Zeil aber nicht. Verzichten weitgehend auf Angriffe auf die politischen Gegner, formulieren mögliche Antworten auf die großen Fragen und Probleme, mit denen nicht nur Frankfurt zu kämpfen hat: die Wirtschaftskrise, Rassismus und Rechtsextremismus, die miserable Wohnungssituation.

Talk in roten Sesseln mit Olaf Scholz und Mike Josef

Das liegt am Format, das die Frankfurter Sozialdemokraten für ihren Wahlkampfhöhepunkt gewählt haben. Josef und Scholz sitzen wie in einer Talk-Sendung in roten Sesseln und beantworten Fragen der Moderatorin Arijana Neumann und von Menschen, die für ein bestimmtes stadtpolitisches Thema stehen: von der Karstadt-Betriebsrätin Katayun Strack über Mieterschützer Rolf Janßen bis zu Jutta Prochaska, die auf die Not von Familien in der Corona-Krise hinweist.

Zwischendurch werden Videos eingespielt, die wie die Großplakate der SPD ganz auf den Spitzenkandidaten fokussiert sind. Sie zeigen Mike Josef als jemanden, der in Syrien geboren wurde, aber selbstverständlich sagt, dass er aus Frankfurt kommt, der in einer Siedlung aufwuchs, der den Aufstieg durch Bildung geschafft hat. Eingeblendete Fotos zeigen Josef als Kind, als Jugendlichen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz fordert die Einführung eines Bürgergelds

Vizekanzler Scholz gönnt Josef mehr Redezeit. Verteidigt und erklärt die Corona-Politik der Bundesregierung. Versucht Handel und Gastronomie Hoffnung zu geben. Dank des Impfstoffes gebe es eine gute Perspektive, „die Pandemie hinter uns zu lassen“, sagt er. Und weist in dem Gespräch, das jeweils etwa 150 Menschen gleichzeitig auf der Seite der Frankfurter SPD, auf Facebook und auf Youtube verfolgen, auf die Milliarden an Euro hin, die der Bund zur Stützung der Wirtschaft zur Verfügung stellt. Gleichzeitig macht er klar, dass er als Sozialdemokrat auch die Einführung eines Bürgergeldes für nötig hält, dass die Menschen besser schütze als das bisherige Grundsicherungssystem.

Josef wirbt unter anderem dafür, dem Auto weniger, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen aber deutlich mehr Platz im öffentlichen Raum zu geben und neue Treffpunkte in den Quartieren zu schaffen. Er verkauft sich als jemand, der das Wohnungsproblem lösen will, statt für jede Lösung ein Problem zu suchen, wie andere Parteien das täten. Verzichtet aber auf konkrete Angriffe. Und warnt, in der Debatte über Schulöffnungen nicht zu vergessen, dass es auch Kinder mit Lernschwierigkeiten gebe und Eltern, die weniger Möglichkeiten hätten als andere, ihre Kinder zu unterstützen.

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