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Die Machtverhältnisse im Frankfurter Römer haben sich bei der Kommunalwahl sehr verschoben. Foto: Rolf Oeser
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Die Machtverhältnisse im Frankfurter Römer haben sich bei der Kommunalwahl sehr verschoben.

Kommunalwahl Frankfurt

Frankfurt: Grüne wählen gerne SPD und Volt

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Wahlanalyse der Stadt Frankfurt zeigt eine klare Nähe zwischen den Parteien links der Mitte. Die CDU hat bei der Kommunalwahl in fast allen Stadtteilen verloren.

Die Wählerinnen und Wähler der größeren eher linken Parteien haben bei der Frankfurter Kommunalwahl ihre Stimmen, wenn sie panaschierten, zum größten Teil innerhalb dieses Spektrums verteilt. Das geht aus einer Analyse hervor, die das Bürgeramt Statistik und Wahlen am Freitag vorgelegt hat. Wer etwa ein Listenkreuz bei den Grünen machte, aber auch panaschierte, gab die Stimmen für andere Listen am ehesten der SPD, Volt oder der Linken. Umgekehrt bekamen die Grünen von ihren Wählerinnen und Wählern, die eine andere Liste ankreuzten, die meisten Stimmen von der SPD. Listenkreuze bei der Linken gingen häufig mit zusätzlichen Stimmen für Volt und Grüne einher. Die Wähler:innen von Volt kreuzten am liebsten Kandidat:innen von Grünen, SPD und CDU an.

Zwar bedachten auch die CDU-Wähler:innen am ehesten Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen mit Stimmen. Nur knapp dahinter folgt bei den Sympathien allerdings die FDP, die 2016 noch die meisten CDU-Stimmen erhielt.

Die Grünen konnten bei der Kommunalwahl in Frankfurt in allen Stadtteilen stark zulegen

Die Kommunalwahl in Corona-Zeiten hat in mehrerer Hinsicht zu historischen Ergebnissen geführt. Nie zuvor haben so viele Frankfurterinnen und Frankfurter ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Der Anteil lag mit 56,6 Prozent fast dreimal so hoch wie bei der Wahl 2016. Nie zuvor traten mehr Parteien und Wählergruppen an, nie gab es mehr Kandidat:innen und Kandidaten. Die Grünen wurden erstmals stärkste Kraft im Römer. Die SPD holte das schlechteste Ergebnis bei einer Kommunalwahl in Frankfurt, die CDU schnitt nur 1952 noch etwas schlechter ab.

Dabei konnten die Grünen ihre Ergebnisse in allen Stadtteilen um mindestens 5,7 Prozentpunkte verbessern. Am stärksten legten sie in Seckbach zu, wo sie 13,2 Prozentpunkte hinzugewannen. Allgemein wuchs ihr Stimmenanteil besonders stark in den Hochburgen der CDU.

Die SPD war bei der Kommunalwahl stark, wo die Wahlbeteiligung gering war

Umgekehrt war die CDU fast nur in Stadtteilen stark, in denen die Grünen unterdurchschnittlich punkteten, etwa im Frankfurter Norden und Westen. In sechs Stadtteilen konnte sie gegen den Trend zulegen, am stärksten in Nied. Besondere Verluste gab es in der Innenstadt.

Die SPD hat im Vergleich zu 2016 sogar in allen Frankfurter Stadtteilen Stimmen verloren. Massiv verlor sie mit jeweils mehr als neun Prozentpunkten in Sachsenhausen-Süd und in Bornheim. Noch am stabilsten war sie in ihrer traditionellen Hochburg, dem Riederwald, wo sie mit 29,4 Prozent ihr bestes Ergebnis erzielte. Ihr gelang es offenbar sehr schlecht, ihre Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Gerade in ihren Hochburgen war die Wahlbeteiligung besonders niedrig. In den CDU-Hochburgen im Norden und der Grünen-Hochburg Nordend gingen dagegen besonders viele Menschen wählen.

Die Linke erreichte wie die SPD im Stadtteil Riederwald ihr bestes Ergebnis. Gut schnitt sie auch etwa in Rödelheim ab. Die FDP punktete stark im Westend, Kalbach-Riedberg und Sachsenhausen. Die AfD holte ihre besten Ergebnisse in Sossenheim und Sindlingen, Volt war zum Beispiel im Nordend stark.

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