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Foto v.r.n.l.: Dr. med. Rifat Kacapor (Chefarzt der Medizinischen Klinik I, Innere Medizin, Kardiologie, konservative Intensivmedizin, Angiologie), Klaus Andreas (Leitender Oberarzt und Herzschrittmacher-Experte)

Main-Taunus-Kliniken helfen bei Herzproblemen

Spezialisten für einen gesunden Herzrhythmus

Herzschrittmacher bei Aussetzern, implantierbare Defibrillatoren bei Rhythmusstörungen, Behandlung mittels Katheter bei Infarkt: die Fachärzte der Kardiologie der Main-Taunus-Kliniken in Bad Soden sind auf Herzprobleme jeglicher Art spezialisiert. Moderne Schrittmacher sind winzig und können risikoarm bei lokaler Betäubung eingesetzt werden.

Herr Dr. Kacapor, ist das Herz aus dem Rhythmus geraten, kann ein Herzschrittmacher dafür sorgen, dass es wieder regelmäßig pumpt. Aber nicht jeder braucht einen. Für wen ist der Taktgeber sinnvoll? 

Bei Herzrhythmusstörungen neigt das Herz dazu, zu schnell (Tachykardie) oder zu langsam (Bradykardie) zu schlagen. Wenn der Herzschlag zu langsam ist oder das Herz für mehrere Schläge aussetzt (Asystolie, AV-Block, SA-Block) muss ein Herzschrittmacher implantiert werden. Das kleine Gerät gibt einen elektrischen Impuls ab, der den Herzmuskel wieder in den richtigen Takt bringt. 

Jährlich werden weltweit rund eine Million Schrittmacher implantiert. Wie läuft die Operation ab? 

Den risikoarmen Eingriff führt unser sehr erfahrenes Team jährlich über 300 Mal durch. Bei lokaler Betäubung wird der Herzschrittmacher unterhalb des Schlüsselbeines durch einen kleinen Schnitt in eine „Tasche“ unter die Haut gesetzt. Moderne Herzschrittmacher sind kaum größer als eine Zwei-Euro-Münze und wiegen nur circa 25 Gramm. Durch eine Vene, die zum Herz führt, werden die feinen Elek­troden unter Röntgenkontrolle in den rechten Vorhof bzw. in die rechte Kammer eingebracht. Jedes Gerät wird dann auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten programmiert. 

Bei welcher Diagnose implantieren Sie einen Defibrillator? 

Ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) wird bei gefährlichen und lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen, wie Kammerflimmern oder extrem schnellem Herzschlag, eingesetzt. Der ICD gibt im Falle eines lebensbedrohlichen Herzflimmerns einen Elektroschock über die Sonden ab, beseitigt so die Rhythmusstörung und das Leben des Patienten wird gerettet. 

Seit Anfang des Jahres führt ihre Klinik ein eigenes Herzkatheter-Labor. Welches Behandlungsangebot bieten Sie dort den Patienten? 

Unser sehr erfahrenes Team steht rund um die Uhr für Interventionen bei Patienten mit akutem Herzinfarkt bereit. Außerdem behandeln wir mittels Herzkatheter alle akuten und chronischen Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Bei der Schaufensterkrankheit (Durchblutungsstörung in den Beinen) weiten wir die Becken- und Bein-Gefäße mittels Ballondilatation und Stentimplantation. Hochdruck- und nierenkranke Patienten werden mittels Ballondilatation mit Stentimplantation an der Nierenarterie erfolgreich behandelt. Bei Patienten mit Vorhofflimmern, die infolge von Blutverdünnung Komplikationen erlitten haben, verschließen wir mit Schirmchen das Vorhofohr, sodass sich hier keine Blutgerinnsel mehr sammeln können.

Kontakt:
Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH · Medizinische Klinik I (Innere Medizin, Kardiologie, konservative Intensivmedizin, Angiologie) 

Krankenhaus Bad Soden · Telefon (0 61 96) 65-75 01 

mjung@kliniken-mtk.de
www.kardiologie-badsoden.de

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