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Prof. Dr. med. Hans Ulrich Hink, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1

Behandlung von Herzerkrankungen

Methoden gegen Herzklappenfehler und Herzrhythmusstörungen

Verschiedene Symptome können auf eine Herzerkrankung hinweisen. Besonders Herzklappenfehler und Herzrhythmusstörungen sind weit verbreitet. Diese kann man aber beispielsweise schon mit einer kleinen Klammer behandeln, verrät Chefarzt Ulrich Hink vom Klinikum Frankfurt Höchst.

Prof. Hink, woran merke ich, dass mein Herz ernsthaft in Gefahr ist?

Gefährlich wird es vor allem dann, wenn sich ein Herzinfarkt ankündigt oder eintritt. Ebenso wie einige Herzrhythmusstörungen geht er oft mit plötzlich eintretenden Beschwerden einher. Dazu gehören Brustschmerzen zum Teil mit Ausstrahlung in den linken Arm, aber auch in Bauch, Rücken oder Unterkiefer.

Diese Symptome können gemeinsam mit Übelkeit, Herzrasen, Schweißausbrüchen oder einem Bewusstseinsverlust auftreten. Herzschwäche oder ein Herzklappenfehler gehen dagegen häufig ohne Schmerzen, dafür mit einer zunehmenden Atemnot einher.

Wie kann man einen Herzklappenfehler behandeln?

Die häufigsten und gefährlichsten Herzklappenfehler sind die Verengung der Auslass-Klappe (Aortenklappenstenose) und die Undichtigkeit der Einfluss-Klappe (Mitralklappeninsuffizienz). Bei einer Mitralklappeninsuffizienz bringen wir mit einem Katheter eine kleine Metall-Klammer ins Herz ein. Diese heftet die undichten Segelanteile der Mitralklappe aneinander und macht sie dichter. Dies ist, auch verglichen mit der klassischen Operation am offenen Herzen, ein sehr sicheres und schonendes Verfahren. Das MitraClip-Verfahren wird von uns seit zehn Jahren durchgeführt.

Viele Menschen leiden unter Herzrhythmusstörungen. Wie kommt das Herz wieder in den richtigen Takt?

Mittels Katheter werden direkt im Herzen kleine Stromimpulse abgegeben, durch die die Bereiche gezielt verödet werden, aus denen die Rhythmusstörungen entspringen (Ablation). Die häufigste Herzrhythmusstörung, das Vorhofflimmern, kann so effektiver behandelt werden als mit Medikamenten. Für diese komplexen Eingriffe sind wir mit einem hochmodernen Katheterlabor ausgestattet und verfügen über ein zertifiziertes Experten-Team.

Sie sind als Herzinsuffizienz-Schwerpunktkrankenhaus anerkannt. Was bedeutet das?

Ganz einfach gesagt bedeutet dies, dass unser besonderes Augenmerk auf der Behandlung der Herzschwäche liegt und wir in unserer Heart Failure Unit (HFU) viel Erfahrung in diesem Bereich gebündelt haben. Gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen haben wir ein Netzwerk aufgebaut, um die Patientenversorgung weiter zu optimieren.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Hans Ulrich Hink
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1

 

Klinikum Frankfurt Höchst
Klinik für Innere Medizin 1 (Kardiologie, Angiologie, konservative Intensivmedizin)
Gotenstraße 6-8
65929 Frankfurt

Tel.: (069) 3106-2332
E-Mail: ulrich.hink@klinikumfrankfurt.de
Web: www.klinikumfrankfurt.de

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