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Dr. med. Simon Classen Direktor des Harvey Gefäßzentrums Stellv. Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik

Kerckhoff-Klinik mit neuem Aortenzentrum

Das gesamte Spektrum der Gefäßchirurgie

Bei Aortenaneurysma und Behandlungen der Schlagadern im Hals und Brustkorb ist Interdisziplinarität gefordert. Am zertifizierten Gefäßzentrum der Kerckhoff-Kliniken kommen Herzchirurgen mit Kardiologen und Angiologen zusammen, um optimale Möglichkeiten für die Patienten zu finden. Wo es möglich ist, wir endovaskulär gearbeitet.

Herr Dr. Classen, Sie haben gerade erst die Eröffnung Ihres „Aortenzentrums am Campus Kerckhoff“ gefeiert. Was ist das Besondere an diesem Zentrum? Immerhin leiten Sie seit Jahren erfolgreich das zertifizierte Gefäßzentrum der Kerckhoff-Klinik mit über 2500 Gefäßpatienten pro Jahr. 

Das Besondere daran ist die gelebte Interdisziplinarität auf allen Ebenen, wenn es um die Behandlung der Hauptschlagader geht. Hier arbeiten in jedem einzelnen Fall Experten der Gefäß- und der Herzchirurgie gemeinsam mit Kardiologen und Angiologen zusammen, um die jeweils optimale Lösung für den Patienten zu finden. Eine Besonderheit bei uns sind die Aneurysmen im Bereich des Brustkorbs bis hin zum Bogenersatz. Im Fall dieser komplexen Eingriffe, bei denen Herzchirurgen und Gefäßchirurgen eng zusammenarbeiten müssen, haben wir ein Alleinstellungsmerkmal in Hessen und sind auch Anlaufpunkt für die überregionalen Gefäßzentren. 

Sie behandeln aber nicht nur Aortenaneurysmen, sondern bieten das gesamte Spektrum der Gefäßchirurgie an. Wie sieht es zum Beispiel mit dem Thema Verengung der Halsschlagader aus? 

Wir versorgen an der Kerkhoff-Klinik alle Gefäße im Halsbereich und arbeiten dabei mit mehreren großen Stroke Units (Zentren für Schlaganfall) zusammen. Die Behandlungsqualität wird uns regelmäßig von der Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen bestätigt. Teilweise handelt es sich um sehr komplexe Fälle. Zudem bieten wir alle Formen von Bypässen im Bereich des Halses an. 

Auch die Beingefäße zählen zu Ihrem Behandlungsspektrum. Von den neun Fachärzten für Gefäßchirurgie an Ihrer Klinik sind sechs „Endovaskuläre Spezialisten“, darunter auch Sie selbst. Behandeln Sie alle Verengungen in den Gefäßen der Beine nur noch von innen, also endovaskulär? 

Das kommt ganz darauf an, was für den Betreffenden die beste Lösung ist. Wenn es geht, wenden wir die patientenschonende endovaskuläre Methode an, die wir in eigener Regie oder gemeinsam mit den radiologischen Kollegen machen. Bei Bedarf kommen aber auch Bypässe zum Einsatz, bei denen wir nahezu immer versuchen, autologes, also körpereigenes, Material zu nehmen. Gerade auch bei Schwerstkranken haben wir hier große Erfolge zu verzeichnen. Wir finden meist auch dort noch Venen für diesen Zweck, wo keine mehr zu sein scheinen. Eines der Geheimnisse für den guten Erfolg scheint auch unser Credo für eine Regionalanästhesie zu sein, also eine Operation ohne Vollnarkose.

Kontakt:
Kerckhoff-Klinik GmbH
Benekestraße 2–8
61231 Bad Nauheim
Telefon: (0 60 32) 9 96 79 10
Fax: (0 60 32) 9 96 79 89
gefaesszentrum@kerckhoff-klinik.de
www.kerckhoff-klinik.de/gefaesszentrum

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