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Läuft alles nur noch digital: Oliver Bierhoff spricht, die anderen hören zu.
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Läuft alles nur noch digital: Oliver Bierhoff spricht, die anderen hören zu.

Bierhoff schon im Tunnel

Von nationaler Bedeutung

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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DFB-Manager Oliver Bierhoff steckt die Erwartungen ab, und die Kanzlerin spricht Mut zu.

Als das Training in der Adi-Dassler-Arena geschafft war, mussten die deutschen Nationalspieler sich beim Duschen sputen. Denn es stand ein wichtiger Termin an: Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zum virtuellen Gespräch geladen. Und so eine leibhaftige Kanzlerin lässt man natürlich nicht warten. Dafür ist sie ein bisschen zu bedeutend. Manager Oliver Bierhoff sprach denn auch von einer „riesigen Wertschätzung“ und fühlt sich grundsätzlich bestätigt. Bei der Nationalmannschaft handele es sich um eine „nationale Angelegenheit, ohne das jetzt zu hochhängen zu wollen“. War damit aber dann doch ziemlich hochgehängt. Von der ihm recht gut bekannten Frau Merkel hatte der DFB-Direktor ohnehin weniger fußballspezifisches Wissen erwartet, denn: „Es ist nicht ihre Aufgabe, ein Fußballfachmann zu sein.“ Wird ja auch schwierig als Frau.

Derweil haben sich die Spieler in ihrem neuen Übergangs-Zuhause auf einem völlig neu errichteten Compound des Adidas-Werksgeländes in Herzogenaurach schon recht nett eingerichtet und am freien Mittwoch das reichhaltige Sportangebot ausprobiert. Die 26 Profis wurden auf sieben Häuser verteilt, teils per Absprache, teils per Los. In jeder Villa regiert einer der sieben Kapitäne, jene sieben Spieler mit den meisten Länderspielen, damit es gerecht zuging und sich niemand beschweren konnte.

So hat etwa Ilkay Gündogan als einer der führenden Hauswarte dafür geworben, dass neben Serge Gnabry und Marcel Halstenberg auch Kumpel Emre Can mit auf seine Bude darf. Ohnehin besteht genug Beinfreiheit. „Jeder hat ein kleines Apartment, ein gemeinsames Wohnzimmer gibt es nicht“, berichtete Gündogan. Ganz so heimelig wie damals im Campo Bahia (als Gündogan verletzungsbedingt fehlte) geht es also im sogenannten „Home Ground“ von Herzogenaurach nicht zu. Dennoch: „Die Bedingungen sind fantastisch“, jubelt Gündogan, „was Adidas aufgebaut hat, ist phänomenal.“ Bierhoff stimmt zu. Es sei „traumhaft“ im „wunderbaren Ambiente“ beim Ausrüster, ergo: „Ein riesiges Dankeschön!“

Mitten im Tunnel

Das Gelände ist gut abgeschirmt. Bierhoff gibt zu, dass sie alle miteinander nicht so furchtbar viel von dem, was sich draußen in der echten Welt tut, mitbekommen. Nicht anders sei es aber schon damals gewesen, als er selbst noch aktiv fürs Land spielte: „Man ist isoliert und hat einen Tunnelblick, das ist aber auch ganz gut so.“ So haben sie es zunehmend konsequenter betrieben, seit 1986 in Mexiko zuletzt Journalisten mit im selben Hotel wohnen durften und Teamchef Franz Beckenbauer deshalb halb verrückt wurde. Das WM-Finale erreichten sie damals trotzdem.

Zurück in die Gegenwart, in der es laut Oliver Bierhoff keine Ausreden gibt. Die Europameisterschaft 2021 sei auch keinesfalls als Zwischenstation zur WM 2022 und EM 2024 im eigenen Land zu begreifen: „Grundsätzlich ist es unser Anspruch: Deutschland muss immer liefern.“

Er gehe davon aus, dass die Mannschaft im kommenden Jahr in Katar und in drei Jahren daheim noch stärker sein wird. Erst einmal geht es aber nicht um die Perspektive, sondern ums operative Kerngeschäft: „Fokus, Fokus, Spannung hochfahren, das gilt ab sofort.“

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