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Der englische Nationalspieler Harry Kane hat bei der EM 2021 bisher eine triste Torschussbilanz vorzuweisen.
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Der englische Nationalspieler Harry Kane hat bei der EM 2021 bisher eine triste Torschussbilanz vorzuweisen.

Englische Nationalmannschaft

EM 2021: Torjäger aus dem Tritt – der unersetzbare Harry Kane

  • VonHendrik Buchheister
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Harry Kane wird bei der EM 2021 zur Symbolfigur der englischen Schwerfälligkeit. Wenn der Mittelstürmer nicht funktioniert, fehlt dem Team der Schlüssel zum Erfolg.

Frankfurt – Harry Kane dürfte gewusst haben, was auf ihn zukommt, er dürfte die Schlagzeilen schon vor sich gesehen haben, als er in der 74. Minute ausgewechselt wurde beim 0:0 seiner Engländer gegen Schottland, unter Buhrufen des Publikums im Wembley-Stadion.

Und so drehte sich die Nachbesprechung der aus englischer Sicht ernüchternden Vorstellung im so genannten „Battle of Britain“ tatsächlich vor allem um Kane, Englands Kapitän, den besten Torschützen und Vorbereiter der abgelaufenen Premier-League-Saison, der sein Land in diesem Sommer doch eigentlich mit seinen Treffern von dem mittlerweile 55 Jahre langen Warten auf einen Titel erlösen soll.

Fußball-Europameisterschaft: Englischer Nationalspieler Harry Kane zeigt bisher triste Bilanz

Kane war schwach gegen die Schotten, wie schon beim Start der EM 2021 gegen Kroatien (1:0). Seine bisherige Bilanz des Turniers ist trist – null Torschüsse, zwei Auswechselungen. „Harry Pain-ful“, wortspielte die „Sun“ nach dem 0:0 im Regen von Wembley. „Alarmierend aus dem Tritt“ sei Kane, urteilte die „Times“. Und der „Independent“ notierte, dass der Stürmer „ein Großteil des Spiels in Schrittgeschwindigkeit“ absolviert hätte.

Der einstige Manchester-United-Kapitän Roy Keane sagte: „Wenn England in diesem Wettbewerb etwas erreichen will, muss der Star-Spieler Leistung zeigen. Kane ist ein großes Problem.“

Fußball-Europameisterschaft: Harry Kane ist der Unersetzbare des britischen Nationalteams

Das ist er in der Tat – nicht, weil er plötzlich das Fußballspielen verlernt hätte, sondern weil Kane in der Mannschaft von Trainer Gareth Southgate eigentlich der einzige Unersetzliche ist. Das Spiel des jungen Teams – gegen Schottland stand die jüngste Elf der englischen Turnier-Geschichte auf dem Platz – kreist um Kane, es ist auf ihn ausgerichtet.

Ist er außer Form, stockt der Vortrag seiner Mannschaft. Und so erlitt die Euphorie der Engländer, die auch von unabhängigen Fachleuten zu den EM-Favoriten gezählt werden, einen krachenden Dämpfer. „So kommt der Fußball nicht nach Hause“, sagte Schottland-Ikone Graeme Souness in Anspielung auf die Fan-Hymne „Three Lions“, in der es bekanntlich heißt: „Football’s Coming Home“.

News zur Fußball-Europameisterschaft 2021

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Fußball-Europameisterschaft: Torwart Jordan Pickford verhindert Pleite im Spiel gegen Schottland

Der sportliche Schaden des 0:0 ist gering. Mit vier Punkten steht England schon vor dem letzten Vorrundenspiel am Dienstag gegen Tschechien praktisch im Achtelfinale. Doch neben der Frage, wie gerechtfertigt die Titel-Ambitionen wirklich sind, diskutiert das Land plötzlich über Kane. Dass die Engländer Schwächen haben, war vor der EM bekannt, allerdings war man davon ausgegangen, diese im hinteren Teil der Mannschaft zu finden.

Gegen Schottland verhinderte dann Torwart Jordan Pickford mit guten Paraden das Undenkbare, nämlich die erste Niederlage gegen den Nachbarn seit 1999. Abwehrchef John Stones hatte die beste Chance für England. Sein Kopfball in der Anfangsphase nach einer Ecke klatschte an den Pfosten. Die Mängel waren im Angriff zu finden.

Heiß diskutierte Frage während der EM – Gönnt der Trainer Harry Kane eine Pause?

Gegen Tschechien könnte Southgate deshalb seine Offensive umbauen. Er könnte Jack Grealish von Aston Villa in die Startelf beordern, wie von vielen Experten gefordert, oder Jadon Sancho von Borussia Dortmund die ersten EM-Minuten überhaupt schenken. Aus Gründen, die nur Southgate kennt, spielte Sancho bisher keine Rolle. Die am meisten debattierte Frage dürfte aber sein, ob der Trainer Kane eine Pause gönnt – und dafür Dominic Calvert-Lewin vom FC Everton aufbietet.

Apropos debattierten: auch Kanes Zukunft im Verein ist ein großes Thema in England, seitdem er kürzlich andeutete, Tottenham Hotspur in diesem Sommer zu verlassen und sich einem Klub anzuschließen, der um Titel mitspielt. Manchester City gilt als aussichtsreichster Kandidat. Nach der Partie gegen Schottland spotteten einige Beobachter, dass Kane mit Absicht schlecht spiele – um seinen Marktwert zu drücken und einen Transfer zu beschleunigen. (Hendrik Buchheister)

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