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Gemeinsam die EM 2021 schauen. Für viele hat das offenbar den Reiz verloren.
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Gemeinsam die EM 2021 schauen. Für viele hat das offenbar den Reiz verloren.

Europameisterschaft

Tagebuch zur EM 2021: Die Welt wacht auf

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Jan Christian Müller hat sich auf den Weg zur EM 2021 gemacht. In seinem Tagebuch berichtet er über die Ereignisse vor Ort.

Tag 23 - Vor gefühlt zwei Monaten herrschte bei uns daheim noch eine Ausgangssperre ab 22 Uhr. Auf die EM 2021 hat niemand hingefiebert. Auch uns Reportern stand das Turnier wie ein Berg bevor, den wir nicht überwinden würden, oder wenn doch, dann nur schwitzend. Vorfreude? Null! Mittlerweile sieht es besser aus. Tatsächlich sitzen wir abends in Biergärten im schönen Erlangen und schauen auf großen Leinwänden Fußball. Gemeinsam bei 24,5 Grad, die sich im Hinterhof anfühlen wie 32 Grad.

Interessant aber, wie leer viele Outdoor-Bereiche der Kneipen in der Studentenstadt Erlangen noch sind. Obwohl das Wetter wahrlich nicht besser sein könnte. Liegt es daran, dass viele Studierende bei den Eltern zu Hause in einer anderen Stadt sind, weil der Unterricht zum größten Teil digital stattfindet? Oder liegt es daran, dass die Menschen scheu geworden sind und gar nicht so vehement nach draußen strömen, wie man zuvor gedacht hatte? Oder liegt es möglicherweise an beidem? Keine Ahnung.

EM 2021 nur ein Randthema

Es ist nur ein kleiner Ausschnitt von Deutschland, aber hier in Franken ist das so. Nicht, dass die Innenstadt leer wäre abends, aber es herrscht nirgendwo Gedränge vor den Fernsehern und an den Tischen, die Europameisterschaft ist ein Randthema. Das war 2016, als die Vorrundenspiele zum Wegschauen waren, schon nicht anders. Wahrscheinlich ist die EM selber Schuld dran. Die komplizierte Qualifikation (selbst die vier besten Vorrundendritten kommen noch weiter) tut sein übriges. Kapiert kein Mensch. Diesmal ist das Niveau allerdings deutlich höher. Gewiss deshalb, weil die Spieler durch das ungewohnte Publikum im Stadion zusätzliche Energie freimachen. Da rennt man dann schon mal einen Schritt schneller und haut sich in den Zweikampf rein, als wäre es der letzte. Könnte Jogi Löw mit seinem DFB-Team von profitieren. Ist ja ein Heimspiel am Samstag gegen Portugal. Könnte zum Sieg reichen – oder auch nicht.

Also: Viele Mutmaßungen, wenig konkrete Erkenntnisse. Vorhin im Fernsehen haben sie gesagt, die deutschlandweite Inzidenz liege bei 11,5. Sehr schön. Kriegen wir schon noch einstellig, diese olle Inzidenzzahl. Und dann bitte brav bleiben, liebe Inzidenz, und nie, nie, nie mehr hochgehen. Zählt viel mehr als ein deutscher Sieg. (Jan Christian Müller)

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