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Nach dem Aus im Achtelfinale der EM 2021 gegen England halten die Ex-Nationalspieler Mario Basler und Stefan Effenberg die DFB-Elf auch bei der WM 2022 für chancenlos.
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Nach dem Aus im Achtelfinale der EM 2021 gegen England halten die Ex-Nationalspieler Mario Basler und Stefan Effenberg die DFB-Elf auch bei der WM 2022 für chancenlos.

EM Doppelpass

EM 2021: Ex-Fußballer sehen keine Chance für DFB-Elf bei WM 2022

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Nach dem (zu) frühen EM-Aus und dem Ende der Ära Löw steht die Deutsche Nationalmannschaft in der Kritik. Im Doppelpass rechnen Effenberg, Basler und Co. ab.

München ‒ Für die deutsche Nationalmannschaft war die EM 2021* früher vorbei als erhofft. Mit nur einem Sieg mogelte sich das Team von Trainer Joachim Löw mehr oder weniger in die K.o.-Runde, wo die Reise dann nach bitter vergebenen Chancen und einer doch deutlichen 0:2 Niederlage gegen England endete. Die erfolglose Vorrunde und das schnelle Ausscheiden des DFB-Teams im EM-Achtelfinale waren am Sonntag (04.07.2021) noch einmal Thema im Fußball-Talk „Doppelpass“ auf Sport1.

Die ehemaligen Nationalspieler, späteren Trainer und TV-Experten Mario Basler und Stefan Effenberg fanden dabei deutliche Worte für die DFB-Elf. Und vor allem dämpften sie die Hoffnungen auf eine bessere WM 2022 in Katar.

EM 2021: Die Gäste beim vorletzten EM-Doppelpass auf Sport1

Moderation / Co-ModerationThomas Helmer und Jana Wosnitza
Sport1-ExpertenStefan Effenberg und Mario Basler
Sport1-ChefredakteurPit Gottschalk
Journalist und PodcasterTobioas Holtkamp
ModeratorJohannes B. Kerner
Ex-NationalspielerJürgen Kohler

„Nicht stark genug“: TV-Experte Mario Basler zweifelt an Qualität des DFB-Teams

Mario Basler fand im Talk mit Moderator Thomas Helmer eine einfache Erklärung für das frühe Ausscheiden der DFB-Elf aus dem nächsten großen Wettbewerb: „Die deutsche Mannschaft war für dieses Turnier nicht stark genug“. Es sei klar zu erkennen gewesen, dass das Team sowohl in der Defensive als auch in der Offensive zu viele Schwächen aufweise.

„Bei uns sind ja nur noch Schönwetter-Fußballer im Team. In einer Mannschaft musst du einen haben, der ein Zeichen setzt. Kroos und Gündogan wollen Spielmacher sein, Kimmich spielt die falsche Position, Gnabry, Havertz und Müller werden falsch eingesetzt. Werner rennt vogelwild umher“, erklärt Basler seine Kritik. Es müsse weniger über das System und das Zusammenspiel diskutiert werden. Welt- und Europameister Jürgen Kohler stimmte beim Doppelpass zu: „Wir reden häufig über die Systeme. Aber am Ende des Tages müssen Nationalspieler eine besondere Qualität haben. Da sind einfach Defizite vorhanden.“ Jeder Spieler müsse sich selbst international realistisch einschätzen und persönliche Konsequenzen ziehen.

Der ehemalige deutsche Fußballspieler und TV-Experte Mario Basler kritisiert im Sport1 Doppelpass einige Nationalspieler und fordert Veränderungen unter Hansi Flick. (Archivbild)

Für Hummels und Gündogan sei die Zeit im internationalen Fußball einfach vorbei, so Basler, und auch für Bayern-Talent Niklas Süle findet der Ex-Nationalspieler deutliche Worte: „Er muss sich entscheiden, ob er einen Werbevertrag für ein Fast-Food-Unternehmen annimmt oder ein paar Kilo abnimmt und sich auf Fußball konzentriert.“

Stefan Effenberg nach dem EM-Aus 2021: „Flick wird Karrieren beenden müssen“

Die Runde beim Sport1 Doppelpass war sich oft einig. Auch Stefan Effenberg sieht vor allem in der Qualität des DFB-Kaders Probleme. In seiner Kolumne bei T-online sprach er den scheidenden Bundestrainer Joachim Löw ein wenig von der Schuld am EM-Aus 2021 frei und stellte fest: „Es war in diesem Jahr und mit dieser Mannschaft einfach nicht mehr drin. Wir haben eine neue Generation - und ja, auch ein Qualitätsproblem.“

Im EM-Talk bei Sport1 erklärte der Experte noch einmal, dass Hoffnungsträger Hansi Flick, wenn er das deutsche Team wieder an die Weltspitze führen will, einige Karrieren in der Nationalelf beenden müssen wird. Gerade die Offensive sei auf dem Prüfstand und einige müssten sich erneut beweisen, um unter dem neuen Bundestrainer und bei der WM 2022 in Katar eine Rolle spielen zu können. Besonders in Konkurrenz mit zahlreichen Nachwuchs-Talenten. „Du hast einen Pool von U21-Spielern, die Europameister wurden. Auf den kann man jetzt auch zurückgreifen“, forderte Effenberg.

Basler warnt vor hohen Erwartungen an WM 2022 - Flick braucht Zeit

In die WM 2022 in Katar würde TV-Experte Mario Basler noch nicht zu hohe Erwartungen setzen. Das beste für die Mannschaft wäre, würde der ein oder andere noch freiwillig zurücktreten, wie zuletzt Toni Kroos. „Und dann muss man Hansi Flick die Zeit geben, um etwas aufzubauen.“ Die EM 2024 im eigenen Land könne man dann wieder mit größerem Optimismus angehen - und mit frischen Talenten, wie Stefan Effenberg erwartet.

EM 2024 in Deutschland: Effenbergs „DFB-Elf der Zukunft“

Stefan Effenberg präsentierte auch gleich seine persönliche DFB-Elf der Zukunft: Neuer – Gosens, Hummels, Ginter, Baku – Musiala, Kimmich, Goretzka – Havertz, Nmecha, Müller. Die Bayen-Legende erhofft sich unter Hansi Flick mehr Chancen für die jungen Spieler. Chancen, die die Alten bereits hatten und weder im Turnier 2018, noch 2021 genutzt haben. Spieler wie Leroy Sané, Timo Werner oder Serge Gnabry müssten besser sein als die jungen Talente, um noch eine Rolle zu spielen. Es müsse rein nach dem Leistungsprinzip laufen.

Dann könne die Mannschaft rund um das bewährte Gerüst mit frischen Talenten neu aufgebaut werden: „Wenn du weiterhin ein Gerüst hast mit Neuer, mit Hummels oder Boateng, mit Ginter, mit Kimmich, mit Müller musst du drumherum irgendwas bauen, was uns wieder Freude macht.“ (iwe) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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