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Sieg gegen Portugal

EM 2021: Fans in München ignorieren Maskenpflicht - DFB jetzt unter Druck

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Die DFB-Elf von Jogi Löw macht mit dem Sieg über Portugal einen Schritt Richtung Achtelfinale - ungetrübt ist die Stimmung in München allerdings nicht.

Frankfurt / München - Schon nach dem ersten Spiel der EM 2021 in München war der Deutsche Fußballbund (DFB) von der Politik dazu aufgefordert worden, die Organisation im Stadion besser in den Griff zu bekommen. Viel zu viele Fans trugen bei der verlorenen gegangenen Partie der Truppe von Jogi Löw gegen Frankreich keine Masken vor Mund und Nase, obwohl das Hygienekonzept der Veranstalter dies zwingend vorschreibt - für alle Zuschauerplätze in der Münchener Arena.

Der DFB hatte dann versprochen, vor dem Spiel am gestrigen Samstag gegen Portugal mehr auf die Verordnungslage in der bayerischen Hauptstadt zu achten. „Beim Einhalten von Abständen und Maskenpflicht stehen wir im Austausch mit der Politik und den Behörden und prüfen gemeinsam, welche Maßnahmen bei den kommenden Spielen optimiert werden können“, sagte ein Sprecher des Verbandes. Der Ordnungs- und Sicherheitsdienst, Covid-Stewards und freiwillige Helfer hatten zwar bereist am vergangenen Dienstag „die Menschen auf die Wahrung der Hygienemaßnahmen hingewiesen“, aber auf fruchtbaren Boden fielen die freundlichen Hinweise bei den Fans offensichtlich nicht. Beim Spiel gegen Portugal bot sich in und um die Arena wieder dasselbe Bild. Feiernde Menschen überall, jede Menge Fahnen, aber von Masken war kaum etwas zu sehen.

Fans im Münchner Stadion: Fahnen ja, Masken nein.

EM 2021: Bombenstimmung in den Biergärten und auf den Rängen

In der bayerischen Landeshauptstadt waren am Samstag (19.06.2021) Biergärten und Gaststätten teilweise brechend voll. Überall Fans in Deutschland-Trikots, die auf Bildschirmen das Spiel verfolgten. Bis auf wenige Zwischenfälle blieb der Fußballabend aus Sicht der Polizei friedlich. Ein gelungener Fußball Abend also, fast wie in der Zeit vor der Pandemie.

Getrübt wurde der Sieg aus Sicht des bayerischen Gesundheitsministers durch die Ignoranz Tausender Fans im Stadion - denn sie hatten nicht wie vorgeschrieben eine FFP2-Maske im Gesicht auf. Klaus Holetschek (CSU) kritisierte dies als fahrlässig, nachdem die Spitzenpolitik die fehlende Masken-Motivation Tausender Fans kritisiert hatte.

EM 2021: DFB wegen Umsetzung der Maskenpflicht in der Pflicht

Zwar versprach der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als Ausrichter der vier EM-Spiele in München, die Zuschauer besser zum Tragen der Masken zu bewegen - vergeblich. Holetschek setzte deswegen schon am Samstagabend den DFB unter Druck und forderte den Verband auf, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln durchzusetzen will.

Kurz nach Abpfiff zogen Fans singend und gröhlend aus den Biergärten in die Münchner Innenstadt, vereinzelt hupten Autos. Große Autokorsos mit zahlreichen Teilnehmern, wie sie München von vergangenen Fußballturnieren kennt, blieben aber aus. Auch aus anderen Gegenden Bayerns berichteten Polizeipräsidien von einem vergleichsweise ruhigen Fußballabend.

Auch in den Münchner Biergärten hielten sich nicht alle Menschen im Freudentaumel an die Abstandsregeln. Stattdessen lagen sich nach den Toren der deutschen Fußball-Nationalmannschaft die Fans in den Armen und waren dicht an dicht gedrängt, wie Reporter der Nachrichtenagentur dpa berichteten. In vielen Biergärten wurde die Vorrunden-Begegnung der Nationalmannschaft übertragen. Schon am Nachmittag hatte die Polizei von vielen vollen Gaststätten berichtet.

EM 2021: Hygienkonzept gilt auch für Fußballfans

Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in München nach wie vor bestimmte Regeln. So muss etwa in der Außengastronomie zwischen den erlaubten Gruppentreffen weiterhin Abstand gehalten werden. Die Stadt München zeigte sich grundsätzlich auch mit der Umsetzung der Hygienekonzepte beim Public Viewing in den Gaststätten zufrieden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Es sei aufgrund der regelmäßigen Kontrollen davon auszugehen, „dass die weit überwiegende Zahl der Betriebe die geltenden Regelungen bestmöglich umsetzt“, sagte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats.

Für die Umsetzung der Regeln auf dem Gelände der Arena sieht die Stadt den Deutschen Fußballbund in der Pflicht. Und der wird sicher bis zum kommenden Mittwoch erneut bestrebt sein, das Hygienekonzept den Menschen vor Ort näherzubringen. Inzwischen ist ein Weiterkommen der Mannschaft von Jogi Löw allerdings wahrscheinlicher als ein erfolgreiches Durchsetzen der Maskenpflicht auf den Rängen. (skr mit dpa)

Rubriklistenbild: © Philipp Guelland/dpa

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