Renaissance: Macrons Partei La République en Marche erfindet sich neu

Parlamentswahl in Frankreich

Renaissance: Macrons Partei La République en Marche erfindet sich neu

Die Partei La République en Marche von Emmanuel Macron konnte früh Erfolge feiern. 2022 wird sie zu Renaissance umbenannt. So hat sich die Partei …
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Parlamentswahl in Frankreich: Was Sie zur Wahl der Nationalversammlung wissen müssen

Nationalversammlung

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Emmanuel Macron

Der französische Präsident Emmanuel Macron gilt als äußerst liberal und großer Verfechter der Europäischen Union. Der einstige Sozialdemokrat und Wirtschaftsminister war 2016 im Rahmen seiner Präsidentschaftskandidatur Mitbegründer der liberalen Partei "La République en Marche" und konnte die Wahl im Folgejahr gegen Marine Le Pen gewinnen. Seine erste Amtszeit ist von verschiedenen Reformen geprägt, die in Teilen der Bevölkerung für großen Protest sorgten. Seine Gegnerinnen und Gegner sehen in ihm die Personifikation der politischen Elite, die weit weg von den Problemen und Sorgen der Bevölkerung entfernt lebt. Zum Ende seiner ersten Amtszeit gab Emmanuel Macron seine erneute Kandidatur für das Amt des Präsidenten bekannt. Durch mehrere Umstände gewann er zeitgleich wieder an Aufwind. Bevor Macron in der Politik durchstarten konnte, war er als Investmentbanker tätig. Seine heutige Ehefrau lernte er im Alter von 15 Jahren kennen, sie war seine Lehrerin. 2007 heirateten Emmanuel Macron und Brigitte Auzière, die im Rahmen seiner Wahlkämpfe verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist.
Politik

Regierung in Frankreich

Emmanuel Macron ernennt Elisabeth Borne zur Premierministerin 

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Frankreich

Im Schatten Macrons

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Leitartikel

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Politik

Präsidentschaftswahl

Frankreich-Wahl: Macron unter Druck – Putin meldet sich zu Wort

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Politik

Präsidentschaftswahl

Frankreich: Einsamer Wahlsieger Emmanuel Macron

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Politik

Präsidentschaftswahl

Frankreich-Wahl: Macron gewinnt – doch Le Pen spricht von „Sieg“

Die ersten Hochrechnungen zur Präsidentschaftswahl in Frankreich sind da: Amtsinhaber Emmanuel Macron setzt sich wohl …
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Politik

Macron gegen Le Pen

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Politik

Macron gegen Le Pen

Frankreich-Wahl: Die Stichwahl heute live im TV und Live-Stream

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Frankreich

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Im Schlussspurt der Präsidentschaftswahl fragt sich Frankreich, wie es wäre, wenn die Rechtsextremistin in den Elysée …
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Stichwahl in Frankreich

Das Bild ist falsch – Le Pen ist und bleibt eine Extremistin

Emmanuel Macron sollte in der Stichwahl besser nicht Herausforderin Marine Le Pen unterliegen. Der Leitartikel.
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Präsidentschaftswahl in Frankreich 2022

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Die Frankreich-Wahl 2022 wird in der Stichwahl zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen entschieden. Wann und wie …
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Frankreich-Wahl

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Am 24. April geht Frankreich in die Stichwahl um das Präsidentschaftsamt. Eine Umfrage zeigt nun eine schockierende …
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Zerreißprobe für EU

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Duell gegen Le Pen

Stichwahl in Frankreich: Sarkozy unterstützt Macron

Vor der entscheidenden Stichwahl in Frankreich bekommt Präsident Macron Wahlkampfhilfe - von Ex-Präsident Sarkozy.
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„Quotidien“

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Eine französische TV-Sendung nimmt immer wieder Marine Le Pen aufs Korn – der extrem Rechten missfällt das. Vor der …
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Rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin

Frankreich-Wahl: Le Pen-Sieg wäre für EU verheerend

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Stichwahl

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Frankreich-Wahl: Asselborn spricht von „politischem Bürgerkrieg“

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Zweiter Wahlgang in Frankreich

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Reformen und Krisen: Die politische Laufbahn des Emmanuel Macron

Emmanuel Macron ist 2017 als Reformer gestartet. 2022 strebt er bei den Wahlen in Frankreich eine zweite Amtszeit als Präsident an. Aber wer ist er überhaupt?

Emmanuel Macron ist 2017 als großer Reformer angetreten und konnte sich bei der Wahl in Frankreich zunächst gegen die Kandidierenden der etablierten Sozialisten und Republikaner, und schließlich gegen Marine Le Pen vom rechtsradikalen Rassemblement National durchsetzen. Seine erste Präsidentschaft ist gezeichnet von Reformen, die große Protestbewegungen nach sich zogen. Dennoch geht Macron auch bei der Präsidentschaftswahl 2022 als Favorit ins Rennen und kann daher auf eine zweite Amtszeit hoffen.

NameEmmanuel Macron
Geboren21. Dezember 1977 in Amiens
Größe1,75 Meter
StudiumPhilosophie, Politikwissenschaft
EhefrauBrigitte Macron
AmtPräsident (seit 2017)

Emmanuel Macron: Schule und Ausbildung des französischen Spitzenpolitikers


Emmanuels Macron Lebensweg entspricht der klassischen Laufbahn zahlreicher Spitzenpolitiker:innen in Frankreich. Er wurde am 21. Dezember 1977 als Sohn eines Neurologen und einer Kinderärztin in der nordfranzösischen Stadt Amiens geboren. Über ein Jesuitengymnasium fand der spätere französische Präsident den Weg ans Pariser Elitegymnasium Henri IV, wo er sein Abitur machte. Anschließend folgte ein Philosophiestudium an der Universität Paris-Nanterre und ein Studium der Politikwissenschaft am Institut d’études politiques de Paris („Sciences Po“). Von 2002 bis 2004 war Macron zudem an der Elite-Verwaltungshochschule École nationale d‘Administration (ENA), wo er Fünftbester seines Jahrgangs wurde.

Anschließend arbeitete Emmanuel Macron als Berichterstatter in der Wachstumskommission der Finanzinspektion. In dieser Zeit habe der französische Politiker Kontakte mit verschiedenen Beschäftigten in der Finanzwirtschaft geknüpft, berichtete die Welt. Macron habe die Fähigkeit, neue Ideen in einem Team zu entwickeln und andere Personen dazu zu motivieren, auch wenn er selbst nicht der Kreativste sei. Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der französischen Behörden blieben Emmanuel Macron jedoch verwehrt, sodass es ihn im Jahr 2008 zur Rothschild-Bank zog. Dort machte er schnell Karriere und stieg 2011 zum geschäftsführenden Partner auf.

Die politischen Anfänge von Emmanuel Macron


Nur knapp ein Jahr später gab Macron die Stell jedoch auf und wurde Berater des 2012 neu gewählten französischen Staatspräsidenten François Hollande. Unter Hollande hatte Macron von Mai 2012 bis 2014 auch das Amt des stellvertretenden Generalsekretärs des Präsidialamtes im Élysée-Palast inne.

Nach Flügelkämpfen innerhalb der Sozialistischen Partei, die zur Auflösung des Kabinetts unter Manuel Valls geführt hatten, ernannte François Hollande Emmanuel Macron im August 2014 zum Wirtschaftsminister Frankreichs. Dabei galt der eher liberalere Macron als krasser Gegensatz seines Vorgängers Arnaud Montebourg, der zum linken Flügel innerhalb der Sozialisten gezählt und unter anderem heftige Kritik an der Sparpolitik der EU geäußert hatte. Macron dagegen zeigte sich wirtschaftsfreundlicher und brach mit der Linie der sozialdemokratisch-orientierten Partei, darunter grundlegenden Positionen wie der Unterstützung des Gesetzes zur 35-Stunden-Woche.

Emmanuel Macron gründet eigene politische Bewegung La République en Marche


2016 entschied sich Emmanuel Macron dazu, „En Marche!“ als eigene politische Bewegung zu gründen, die später zur Partei La République en Marche wurde. Der damals 38-Jährige wollte mit der Bewegung, die seiner Aussage nach weder links, noch rechts sein sollte, für eine neue Dynamik in der Gesellschaft sorgen. Macron wollte die als „unfruchtbar“ betrachteten parteipolitischen Spaltungen überwinden. Es sei ein Versuch, „voranzukommen“, erklärte Macron laut der Wochenzeitung Zeit bei der Gründung in seiner Heimatstadt Amiens.

ParteiLa République en Marche
AbkürzungLREM
Gründung6. April 2016 in Amiens
HauptsitzParis
VorsitzenderStanislas Guerini
Ausrichtungliberal, progressiv, pro-europäisch

Emmanuel Macron und seine Mitstreiter:innen wollten mit der Partei La République en Marche einen „neuen Progressivismus“ schaffen. Persönliche Handlungsmöglichkeiten sollten durch Bildung, Innovationen und die Vermeidung von Diskriminierung erweitert werden. Gleichzeitig betonen David Amiel und Ismael Emilien laut Handelsblatt die Bedeutung von gemeinsamem Handeln. Bereits bei der Parlamentswahl 2017 konnte die Partei 308 von 577 Sitzen gewinnen, sodass sie eine absolute Mehrheit erreichte.

Wahl in Frankreich 2017: Wie wurde Emmanuel Macron Frankreichs Präsident?


Emmanuel Macron, der im August 2016 als Wirtschaftsminister zurückgetreten war, verkündete im November desselben Jahres, bei der Präsidentschaftswahl 2017 als unabhängiger Kandidat anzutreten. Bei der Wahl profitierte Macron von der Spaltung der Linken und einer Affäre des konservativen Kandidaten François Fillon, dem eine Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau vorgeworfen wurde.

Im ersten Wahlgang am 23. April 2017 erhielt Macron mit 23,9 Prozent die meisten Stimmen. Bei der Stichwahl am 7. Mai 2017 setzte sich Macron mit 66,1 Prozent gegen die rechtsradikale Kandidatin Marine Le Pen durch. Am 14. Mai 2017 wurde er als Präsident vereidigt. Mit 39-Jahren ist er damit der bisher jüngste Präsident Frankreichs.

Von Protesten begleitet: Emmanuel Macrons erste Präsidentschaft in Frankreich


Mit zahlreichen Reformen startete Emmanuel Macron in seine Amtszeit als französischer Präsident. Bereits früh setzte er Reformen im Bereich der Arbeits-, Steuer- und Rentenpolitik durch. Immer wieder gab es Massenproteste gegen die Pläne des französischen Präsidenten. Die geplante Kraftstoffsteuer führte schließlich zu den gewalttätigen Gelbwestenprotesten in Frankreich. Seine Gegner:innen sahen ihn als Personifikation der Politikelite, die weit von den Problemen und Sorgen der Menschen entfernt lebt.

Wahl in Frankreich 2022: Emmanuel Macron strebt zweite Amtszeit an


Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich 2022 kandidiert Emmanuel Macron erneut, wie er am 3. März 2022 offiziell verkündete. Bereits seit Monaten liegt Emmanuel Macron in Umfragen vor seiner größten Konkurrentin Marine Le Pen vom Rassemblement National. Der erste Wahlgang findet am 10. April 2022 statt. Wenn niemand die absolute Mehrheit erhält, kommt es am 24. April zur Stichwahl. Macron muss sich dabei gegen eine Reihe weiterer Kandidaten behaupten. Seine größten Konkurrent:innen sind Marine Le Pen und Éric Zemmour.

Emmanuel Macrons Ehefrau und weitere Details zum Privatleben des französischen Präsidenten


Bereits als 15-Jähriger lernte Emmanuel Macron als Schüler am Jesuitengymnasium in Amiens die damals 40-jährige Lehrerin Brigitte Auzière kennen, die zu diesem Zeitpunkt mit dem Bankdirektor André Louis Auzière verheiratet war. Macron verliebte sich in Brigitte. Um einen Skandal zu verhindern, wechselte Emmanuel Macron an das Gymnasium in Paris.

Am 20. Oktober 2007 heiratete Emmanuel Macron die dann geschiedene Brigitte, die zu diesem Zeitpunkt bereits drei erwachsene Kinder und sechs Enkel hatte. Somit wurde Emmanuel Macron gleich Großvater. Seit 2015 arbeitet Brigitte Macron als Beraterin ihres Mannes. (Max Schäfer)