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Frankfurt

Öffnungsperspektive für Frankfurter Bordelle gefordert

  • Stefan Simon
    vonStefan Simon
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Dona Carmen fordert Landesregierung zum Handeln auf / Auch FDP übt Kritik

In einem Schreiben an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) fordert Dona Carmen, der Verein für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierten, ein Ende des „anhaltenden Abdrängens von Sexarbeit in informelle Strukturen“. Es müsse endlich eine konkrete Öffnungsperspektive für das Prostitutionsgewerbe geben,

In Hessen seien die Prostitutionsstätten seit 347 Tagen geschlossen, erklärt Dona Carmen. Die Tätigkeit von Sexarbeiter:innen sei jenseits von konzessionierten Prostitutionsstätten nicht illegal, „erfolgt aber mehr und mehr in informellen Strukturen, die für die Betroffenen mit erheblichen Risiken verbunden sind“.

Doch eben weil die Prostitutionsstätten geschlossen seien, erfolge Sexarbeit als Gelegenheitsprostitution in Hotels, Hostels, Privatunterkünften, Kundenwohnungen oder im öffentlichen Raum, schreibt Dona Carmen. Und durch den Hartz-IV-Bezug mit einem Regelsatz von 446 Euro seien Sexarbeiter:innen auf eine Mischfinanzierung ihres Lebensunterhalts angewiesen, heißt es weiter. „Vor diesem Hintergrund sind Sexarbeiter:innen genötigt, in der Prostitution weiterzuarbeiten und vermehrt auch problematische Kunden zu bedienen, die sie unter gewöhnlichen Umständen nicht bedient hätten.“

Auch der sozialpolitische Sprecher der FDP im Landtag, Yanki Pürsün, kritisiert die Landesregierung. Auf eine Kleine Anfrage der FDP antwortete die Landesregierung im Oktober vergangenen Jahres, dass es ihr ein großes Anliegen sei, die Situation der Prostituierten zu verbessern und dass diese soziale Hilfen beantragen könnten. „Diese Antworten zeigen, dass offenbar niemand im Ministerium eine Ahnung davon hat, wie es vor Ort wirklich aussieht“, sagt Pürsün.

Die FR berichtete am Dienstag von einer Verlagerung des Straßenstrichs von der Theodor-Heuss-Allee bis in die Kuhwaldsiedlung. Anwohner:innen beklagten sich darüber. Der Bericht zeigt auch, dass den Prostituierten dort keine andere Wahl als der Straßenstrich bleibt.

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