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Tourismus

Frankfurter Gästeführer demonstrieren

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Die Touristen bleiben weg, und für Guides gibt es kein Hilfsprogramm. Man lasse sie im Regen stehen.

Die Frankfurter Gästeführer und Reiseleiter wollen am Freitag, 15. Mai, von 10 bis 12 Uhr auf dem Römerberg demonstrieren. Die Politik lasse sie „im Regen stehen“, klagen sie, weswegen sie bunte Schirme aufspannen wollen. Wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen können viele seit 1. März ihren Beruf nicht mehr ausüben: Gäste herumführen. Wenigstens bei der Demo wollen sie nun mittels Lautsprecher Kostproben ihres Könnens geben, zum Beispiel Informationen zur neuen Frankfurter Altstadt.

Ein Hilfsprogramm gibt es für sie nicht. Zumindest nicht in Hessen, anders als etwa in Berlin. Gästeführern ergeht es so wie vielen freien Künstlern und Kulturschaffenden. Soforthilfeprogramme seien an Betriebskosten wie etwa Büromieten und Leasingraten für Dienstfahrzeuge gebunden, sagen sie. Die meisten nutzen aber keine solchen Betriebsmittel. „Unser Arbeitsplatz ist der öffentliche Raum“, sagt Svetlana Erewenko-Wagener.

Die Branche biete mehr als leichte Unterhaltung an. Sie wecke „Verbundenheit, Identität und Emotionen“. Gästeführer prägen maßgeblich das Bild mit, das sich Touristen von Frankfurt machen.

Die Demonstranten fordern nun vom Land einen einmaligen Zuschuss von 5000 Euro. Zudem wünschen sie ein Unternehmergehalt zur Deckung der privaten Lebenshaltungskosten in Höhe von 1180 Euro pro Monat, rückwirkend ab 1. März. Für sechs Monate, womöglich länger.  

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