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Kultur

Frankfurt: Keine Nothilfe fürs „Stoffel“

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Weil das Festival keinen regulären Eintritt nimmt, soll es nun keine Unterstützung des Landes für Ausfälle durch die Coronakrise bekommen.

Michael Herl, Chef des freien Frankfurter Stalburg-Theaters und Organisator des äußerst beliebten Freiluftfestivals „Stoffel“ im Günthersburgpark, ist tief enttäuscht vom Hilfsprogramm des Landes Hessen. Die am Montag von Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) vollmundig angekündigte finanzielle Unterstützung auch für unter der Corona-Krise leidende Festivals im Land geht an seinem „Stalburg Theater Offen Luft“ vorüber.

„Ich habe mich eigens nochmals direkt bei der Ministerin erkundigt und eine Absage erhalten“, sagte Herl im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Das Problem: Bei den von coronabedingtem Einnahmeausfall betroffenen Künstlern richtet sich die Unterstützung des Landes nach einer Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse, bei den Festivals nach der durchschnittlichen Höhe der eingenommenen Eintrittsgelder der vergangenen drei Jahre. Nur ist das Stoffel umsonst und draußen, und genau das ist das Problem.

Freiwilliger Eintritt

Gerade die freie Zugänglichkeit auch für ärmere Frankfurterinnen und Frankfurter macht ja den besonderen Reiz des Stoffels aus. Bei den Konzerten, den Lesungen, den Spielen oder dem Kinderprogramm geht stets der Hut herum, die Gäste sind ausdrücklich dazu aufgefordert, „so viel freiwilligen Eintritt zu bezahlen, wie ihnen die jeweilige Veranstaltung wert ist, „und gerne auch noch ein bisschen mehr“, sagt der Stalburg-Chef.

Die Organisatoren hätten stets darauf geachtet, eben nicht um Spenden zu bitten, sondern um ein freiwilliges Eintrittsgeld. „Den Begriff Spende haben wir noch nie benutzt“, sagt er. Die Einnahmen der vergangenen 16 Jahre könne er „auf Heller und Pfennig“ nachweisen.

Offenbar habe das Ministerium mit seiner Vergaberegelung Straßenfeste oder Ähnliches ausschließen wollen, aber das sei das Stoffel ja nicht. „Unsere Kosten und Verluste sind die gleichen wie bei jedem anderen Festival auch“, sagt Herl.„Das Stoffel ist das größte kostenlose Festival dieser Art in Deutschland und wahrscheinlich auch in Europa“, betont er. „Dafür wurden wir immer gelobt, und nun werden wir genau dafür bestraft.“

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