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Geteilte Klassen machen es möglich, Platz zu lassen. So darf in Hessen seit Montag bis Jahrgangsstufe 6 wieder unterrichtet werden.
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Geteilte Klassen machen es möglich, Platz zu lassen. So darf in Hessen seit Montag bis Jahrgangsstufe 6 wieder unterrichtet werden.

Bildung

Ältere sollen in Hessen wenigstens einen Tag in der Woche zur Schule kommen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Kultusminister Alexander Lorz will mehr Präsenz ermöglichen, nicht nur in den Grundschulen. Und er glaubt, dass sich Lernrückstände nicht zwangsläufig eingestellt haben.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat am Dienstag seine Absicht bekräftigt, den Präsenzunterricht für möglichst viele Schüler und Schülerinnen auszuweiten. Bevorzugt solle es dabei um die Grundschulen gehen. Aber auch ältere Jahrgänge sollen zumindest einen Tag pro Woche wieder die Schule besuchen können. Konkrete Termine dafür könne er allerdings nicht nennen, sagte Lorz in einer Sondersitzung des kulturpolitischen Ausschusses des Landtags.

Aktuell werden laut Lorz rund 243 000 Schülerinnen und Schüler ausschließlich im Homeschooling unterrichtet. Betroffen sind vor allem die Jahrgänge ab Klasse 7. Bei den älteren Jahrgängen dürfen nur die Abschlussklassen die Schule besuchen. Die Landesschülervertretung hatte vorgeschlagen, wenigstens einen Präsenztag zu erlauben. Lorz zeigte sich dem gegenüber aufgeschlossen. „Ein Tag ist schließlich besser als keiner“, sagte der Minister, ohne sich auf eine Umsetzung festzulegen.

Die Frage nach dem Präsenztag war eine von insgesamt 64, die Lorz an diesem Dienstagnachmittag zu beantworten hatte. Gestellt hatten sie die Landtagsfraktionen von SPD und FDP.

Schule in Zahlen

In Hessen gibt es rund 760 000 Schülerinnen und Schüler an knapp 1800 öffentlichen Schulen. Das Land verfügt über rund 55 000 Lehrerstellen.

243 000 Schülerinnen und Schüler werden zurzeit ausschließlich im Homeschooling unterrichtet.

Seit Montag , 22. Februar, besuchen die Jahrgänge 1 bis 6 wieder regelmäßig die Schule. 359 000 Schüler:innen werden seitdem im Wechsel zuhause und in der Schule unterrichtet. pgh

Wann mehr Präsenzunterricht möglich werde, hänge von der Entwickung der Corona-Pandemie sowie den Beschlüssen von Bund und Ländern ab, sagte Lorz. Nächste Beratungen der Bundesregierung und den Ministerpräsident:innen der Länder sind für kommende Woche vorgesehen. Hessen strebe an, als Nächstes einen eingeschränkten Regelbetrieb für die Jahrgänge 1 bis 6 zu ermöglichen, so Lorz. Ab Jahrgangsstufe 7 solle zumindest ein Wechselmodell aus Präsenz und Lernen auf Distanz gelten. Er wies darauf hin, dass Schulleiter:innen bereits jetzt die Möglichkeit hätten, einzelnen Kindern oder Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie Förderschüler:innen den Schulbesuch auf Antrag zu gestatten.

Lorz nannte auch Zahlen zu den aktuellen Infektionen im schulischen Umfeld. So hätten am 22. Februar zwei Schulen coronabedingt nicht öffnen können, am 23. Februar seien 174 Schüler:innen sowie 35 Lehrkräfte als infiziert bekannt gewesen. Um Lernrückstände auszugleichen, solle es in den Oster- und Sommerferien wieder Lerncamps nach dem Vorbild des vergangenen Jahres geben. Diese sollten in Eigenregie der Schulen für jeweils deren eigene Schülerschaft ausgerichtet werden. Teilnehmen sollten Kinder und Jugendliche, deren Förderbedürftigkeit die Schule festgestellt habe.

Ebenfalls wieder geben solle es die Ferienakademie in den Sommerferien. Dieses Angebot, bei dem vor allem Lehramtsstudierende zum Einsatz kommen, solle ausgeweitet werden. Eine grundsätzliche Erhöhung der Wochenstundenzahl für einzelne Jahrgangsstufen im kommenden Schuljahr lehnte der Kultusminister ab. Dafür sei die Lage zu unterschiedlich. „Lernrückstände haben sich nicht zwangsläufig eingestellt“, sagte Lorz. Bis zum 13. Dezember 2020 habe zudem der Fokus in den Schulen auf dem Unterricht gelegen. So habe es kaum Ausflüge, keine Praktika und so gut wie keine Lehrkräftefortbildungen während der Unterrichtszeit gegeben.

Wichtig sei es, dass die Lehrkräfte die jeweiligen Lernstände ihrer Schüler:innen ermittelten. Dann könne der Lernstoff im Unterricht gezielt aufgegriffen werden. Möglichst individuelle Lern- und Förderpläne könnten dann helfen, die jeweiligen Lücken bei den Kindern und Jugendlichen zu schließen.

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