Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bangen vor dem Handydisplay und der Leinwand: Axel Kaufmann, Bettina Wiesmann, Markus Frank.
+
Bangen vor dem Handydisplay und der Leinwand: Axel Kaufmann, Bettina Wiesmann, Markus Frank.

Bundestagswahl

Bundestagswahl 2021: Frankfurter CDU stürzt ab

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Die CDU in Frankfurt ist von dem Ergebnis bei der Bundestagswahl enttäuscht – sie verliert beide Direktmandate.

Frankfurt am Main - Für die Frankfurter CDU ist der Ausgang der Bundestagswahl 2021 ein herber Verlust. Die Partei stürzt beim lokalen Ergebnis auf Platz drei ab, hinter die Grünen und die SPD.

Hart trifft es die Direktkandidatin Bettina Wiesmann (Wahlkreis 183 im Osten) und den Direktkandidaten Axel Kaufmann (Wahlkreis 182 im Westen). Sie konnten die beiden Wahlkreise nicht direkt für sich gewinnen. Die Bundestagsabgeordnete Wiesmann hat noch Chancen, über die Landesliste in den Bundestag einzuziehen. Kaufmann steht so weit hinten auf der Landesliste, dass er chancenlos ist.

CDU Frankfurt: „Das ist enttäuschend“

„Wir können mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein“, sagt Jan Schneider, der Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU. „Das ist enttäuschend.“ Der Anspruch sei gewesen, die beiden Wahlbezirke, in welchen die CDU bei den vergangenen Bundestagswahlen erfolgreich gewesen war, erneut zu gewinnen. Als Grund für das schlechte Abschneiden macht Schneider am Wahlabend den Bundestrend verantwortlich. „Wenn wir noch ein, zwei Wochen länger Wahlkampf gehabt hätten, wäre es wohl zu schaffen gewesen“, sagt er.

Als Armin Laschet am Wahlabend vor die Kameras tritt und den Auftrag zur Regierungsbildung verkündigt, steht die Spitze der Frankfurter CDU vor einer Leinwand im „Frankfurter Salon“ in der Braubachstraße und applaudiert – auch wenn Laschets CDU hinter Olaf ScholzSPD zurückliegt. „Wir sind angetreten, um zu regieren“, sagt der frühere Frankfurter Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU). Er spricht sich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen aus.

Bundestagswahl 2021: Mängel im Wahlkampf der Bundes-CDU

Das Wort von der „Zukunftskoalition“ macht schnell die Runde. Paul Ziemiak, der Generalsekretär der Bundes-CDU, sagt es, und der Kreisvorsitzende Jan Schneider sagt es auch. Zukunftskoalition, also Jamaika, damit ist ein Bündnis mit Grünen und FDP gemeint. Das sei die „Wunschkoalition“, sagt Schneider. Er gehe davon aus, dass Christian Lindner, der Vorsitzende der Bundes-FDP, der CDU dazu die Hand reichen wird.

Axel Kaufmann steht im „Frankfurter Salon“ und wischt sich Schweißperlen von der Stirn. Er hat schon Dutzende Male den Aktualisierungsknopf auf seinem Handy gedrückt – und sieht den Kandidaten der SPD, Armand Zorn, vorne. Es ist Kaufmanns erste Bundestagswahl; er hatte sich bei einem CDU-Parteitag gegen Matthias Kaufmann durchgesetzt, der seit 2009 für die Frankfurter CDU im Bundestag saß. Das Direktmandat zu gewinnen ist Kaufmann nun nicht vergönnt – auch wenn bis zuletzt auf Stimmenfang ging – am Höchster Bahnhof, in Griesheim, in Nied. Rund 20 Mitglieder der Frankfurter CDU sitzen bei Wasser, Gulasch- und Erbsensuppe an den Tischen und schauen wahlweise auf ihre Handybildschirme oder die Leinwand, wo zwischen den Reden von Laschet, Scholz, Baerbock und Lindner die Frankfurter Zwischenergebnisse eingeblendet werden. Zufrieden ist auch Leopold Born, der Vorsitzende der Jungen Union in Frankfurt, nicht. Vor vier Jahren habe die CDU bei der Bundestagswahl deutlich besser abgeschnitten, erinnert er.

Nils Kößler, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Römer, sieht Mängel im Wahlkampf der Bundes-CDU. Die „Hängepartie“, wer für die Partei als Spitzenkandidat antreten soll, Laschet oder Söder, habe zu lange gedauert, sagt er. Das Parteiprogramm sei zu spät fertig geworden. (Florian Leclerc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare