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Axel Kaufmann war lange Ortsvorsteher im Ortsbeirat 2.
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Axel Kaufmann war lange Ortsvorsteher im Ortsbeirat 2.

Porträt zur Bundestagswahl

Bundestagswahl: Axel Kaufmann - CDU-Kandidat in Frankfurt

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der KfW-Banker Axel Kaufmann (CDU) will in den Bundestag einziehen. Er wird über Parteilager hinaus geschätzt.

Frankfurt - Die Frankfurter CDU hat zumindest am Beginn des Wahlkampfs Hilfe aus Berlin bekommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte etwa 60 Menschen im Kunstverein Familie Montez die Coronapolitik der Regierung. Das ist zwei Monate her. Einen Monat später zog Armin Laschet im Boxcamp Gallus Boxhandschuhe an und lobte beim Pressetermin die integrative Kraft des Sports.

Die Frankfurter Direktkandidatin Bettina Wiesmann und der Frankfurter Direktkandidat Axel Kaufmann können die Hilfe angesichts des Bundestrends gebrauchen. Nun, in der Hochphase des Wahlkampfs, vermissen manche weitere Auftritte der CDU-Bundesspitze. Vor allem im Vergleich mit der politischen Konkurrenz. Vor einer Woche hörten Tausende Annalena Baerbock und Robert Habeck von den Grünen auf dem Römerberg zu.

Bundestagswahl 2021:

„Das ist sicher nicht optimal“, sagt Axel Kaufmann (CDU). Er will den westlichen Wahlkreis 182 direkt gewinnen. Mit Armand Zorn (SPD), Deborah Düring (Grüne) und Janine Wissler (Linke) ist die politische Konkurrenz groß. Abgesichert über die Landesliste ist Axel Kaufmann nicht. Er steht auf Platz 22.

Lieblinge

Lieblingsort im Wahlkreis: Grüneburgpark

Lieblingspolitiker:in aus einer anderen Partei: Gerhard Schröder (SPD)

Andere Lieblinge: Oasis (Sänger), Ben Kingsley (Schauspieler), Thomas Mann (Autor) fle

Also steht Axel Kaufmann früh auf, stellt sich mit Parteifreunden an den Bahnhof in Höchst oder in Frankfurt-West und kommt mit den Menschen, die zur Arbeit wollen, kurz ins Gespräch.

Wer stehenbleibt, erfährt, dass Deutschland klimaneutral werden müsse. Steuererhöhungen seien dafür der falsche Weg. Nur eine starke Wirtschaft treibe Innovationen voran. Synthetische Kraftstoffe könnten Kerosin oder Benzin ersetzen, so dass Flugreisen und individuelle Mobilität auch unter verschärften Klimabedingungen möglich blieben.

Von Verboten, etwa den Verbrennungsmotor betreffend, hält Kaufmann wenig. Eher sollten Trassen für grünen Strom aus Wind- und Wasserkraft vom Norden in den Süden der Republik schneller gebaut werden. Für die Industrie, aber auch für die individuelle Elektromobilität, sei grüner Strom wichtig. Es selbst fahre im Wahlkampf mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV durch die Stadt.

Axel Kaufmann ist geübt im Spagat zwischen bürgerlich, sozial, umweltfreundlich und liberal. Er war zwölf Jahre lang Vorsteher des Ortsbeirats 2 und erarbeitete sich Anerkennung über die Parteilager hinweg. Gemeinsam mit dem Mieterschutz demonstrierte er gegen Verdrängung. Die Mieten in Frankfurt dürften nicht explodieren, sagt er. Von Luxuswohntürmen, die teilweise leerstehen, wie auf dem früheren AfE-Areal, hält er nichts.

Engagiert in der Kirche

Trotzdem sei er kein Freund des Mietendeckels. Wer seine Eigentumswohnung modernisiere, müsse das auch an Mieterinnen und Mieter weitergeben dürfen. Eher sollte der Mietspiegel „trennschärfer“ ausgerichtet werden, damit die teuren Wohnungen im Europaviertel nicht die Mieten im Gallus heben.

Der Mensch Axel Kaufmann geht samstags gerne joggen, schaut Fußball, trifft sich abends mit Freunden oder hört sich ein Konzert in der Alten Oper an. Sonntags geht er in den Gottesdienst in der Dornbuschkirche, wo er auch im Kirchenvorstand ist. Frau und Nachwuchs hat er nicht. „Eine Familie hätte ich gerne gehabt, es hat sich aber nicht ergeben“, sagt er. Die Karriere dafür schon. Der 48-Jährige Volkswirt ist Prokurist im Vorstandsstab der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Dass Kaufmann gut vernetzt ist, hat sich in der Kandidatenkür für den Wahlkreis 182 gezeigt. Er setzte sich auf dem CDU-Parteitag gegen den Bundestagsabgeordneten Matthias Zimmer durch. Dabei ist Zimmer erst 60 Jahre alt und wollte nochmal Abgeordneter werden. Ob Zimmer noch mit ihm rede? „Natürlich, er gibt mir auch Tipps im Wahlkampf.“

Im Wahlkampfendspurt ist Peter Beuth, der hessische Innenminister, am Donnerstag, 23. September, 19 Uhr, Redner im Haus Ronneburg. Die Frankfurter CDU bekommt am Ende des Wahlkampfs zumindest Hilfe aus Wiesbaden.

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