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Könnte besser laufen: Kickers- Trainer Sreto Ristic.
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Könnte besser laufen: Kickers- Trainer Sreto Ristic.

Regionalliga Süd

Zwischen den Gefühlen

  • vonStefan Fritschi
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Der FSV Frankfurt geht beschwingt in den Spieltag, bei Kickers Offenbach spürt der neue Trainer schon den Druck.

Dass der FSV Frankfurt kurz vor Abschluss der Hinrunde am Samstag (14 Uhr) als Spitzenreiter den Titelanwärter TSV Steinbach Haiger empfangen würde, damit hatten vor Saisonbeginn noch nicht mal die kühnsten Optimisten gerechnet. Doch dieser Fall ist eben eingetreten, und ein weiterer Heimsieg – es wäre bereits der zehnte im elften Regionalligamatch - lediglich gegen die SV Elversberg ging der Schuss nach hinten los (1:5) – brächte den Fußballern aus Bornheim ein Sechs-Punkte-Puffer zu dem Tabellenzweiten.

Da kann es noch so intensiv schneien und regnen in diesen Tagen: Diese Aussichten sind für die Schwarz-Blauen einfach prächtig. „Wir gehen völlig locker und ohne Druck in dieses Spiel. Das wollen wir genießen. Wir müssen nicht gewinnen, Steinbach darf das Spiel nicht verlieren“, beschreibt Cheftrainer Thomas Brendel seine Perspektive. Aber insgeheim sind die 264 Minuten unbezwungenen Bornheimer natürlich erpicht darauf, den gutbetuchten Steinbachern einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Vor etwa fünf Monaten unterlag der FSV – auf heimischem Terrain – dem TSV im Endspiel um den Hessenpokal (0:1). Nicht nur sportliche Meriten mit dem Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals blieben den Frankfurtern so verwehrt, sondern auch Einnahmen im niedrigen sechsstelligen Bereich. „Da haben wir eine Chance verpasst. Aber dies nagt nicht mehr“, sagt Brendel.

Nichtsdestotrotz gäbe es Revanchegelüste, und die Mannschaft will dem Präsidenten auch ein nachträgliches Präsent bereiten: Michael Görner ist am Dienstag 60 Jahre alt geworden. „Schön, wenn wir ihm die drei Punkte schenken würden“, sagt Brendel.

Weniger aufgekratzt ist die Stimmung beim Ligarivalen in Offenbach. Drei Spiele ohne Niederlage, 4:1 Tore – eine Bilanz, auf die ein neuer Trainer eigentlich aufbauen könnte. Bei den Kickers aber hat Sreto Ristic nach drei Partien erstmals mitbekommen, wie schnell sich ein Wind drehen kann im traditionell aufgeregten Umfeld. „Ich habe die Kommentare in den Sozialen Medien auch mitbekommen, ich kann die Fans verstehen“, sagt der OFC-Coach. Vor der Partie am Samstag (14 Uhr) beim FSV Mainz 05 II räumt Ristic ein, „dass auch wir Verantwortlichen enttäuscht sind“. Über die magere Punktausbeute. Über die vielen vergebenen Torchancen. Über Mängel, über deren Ursache Ristic in der Kürze seiner Amtszeit noch keine abschließende Beurteilung abgeben will.

Der Trainernovize, in Offenbach erstmals als Chefcoach einer Profimannschaft verantwortlich, bemüht sich stattdessen, den Blick nach vorne zu richten. „Wir haben keine Zeit, Enttäuschungen zu verarbeiten, wir müssen einfach weiterarbeiten. Es geht ja Schlag auf Schlag“, sagt er mit Blick auf das nun anstehende Mammutprogramm mit fünf Spielen in 15 Tagen. Nach der Partie am Mainzer Bruchweg folgen das Derby gegen Spitzenreiter FSV Frankfurt (Dienstag, 2. Februar, 19 Uhr), die Auswärtsaufgaben beim Bahlinger SC (6. Februar, 14 Uhr) und FC Homburg (10. Februar, 17 Uhr) und das Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (13. Februar, 14 Uhr). Bis dann könnten die Kickers, wenn es gut läuft, den Rückstand zur Spitze verringert haben. Oder schon alle Träume ad acta legen.

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