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In den Startlöchern für die Playoffs: Löwen-Stürmer Magnus Eisenmenger.
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In den Startlöchern für die Playoffs: Löwen-Stürmer Magnus Eisenmenger.

Eishockey

Löwen-Frankfurt: Zu allem bereit

  • VonMarkus Katzenbach
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Der Frankfurter Eishockey-Zweitligist drängt in den Playoffs auf den Aufstieg in die DEL - trotz komplizierter Hauptrunde.

Eigentlich hätten am Montag wieder einmal alle Frankfurter Löwen aufs Eis am Ratsweg gehen sollen, alle einsatzbereiten jedenfalls. Mit dem gemeinsamen Training allerdings müssen sich die Profis des Eishockey-Zweitligisten nun doch noch mindestens bis zum Mittwoch gedulden: Erst einmal gilt es, nach dem PCR-Test vom Freitag noch einen zweiten zu machen, und vorher sollen sie sich auch voneinander fernhalten, so sieht es eine neue Regelung in der DEL 2 vor. Planänderungen gehören in Corona-Zeiten zum ständigen Programm, Franz-David Fritzmeier ist das inzwischen gewohnt. „Wir bereiten uns jetzt so gut wie möglich auf die Play-offs vor“, sagt der Sportdirektor und Headcoach der Löwen nur und weiß: „Es kann noch viel passieren bis dahin.“

Zumal es auch noch etwas länger dauern könnte als ursprünglich vereinbart. Dem Vernehmen nach wird in der Liga eine Verschiebung der Viertelfinalserien um zwei, drei Tage auf den 22. und 23. April diskutiert. Wegen mehrerer Corona-Fälle bei verschiedenen Teams. Vorige Woche hatte das schon zum vorzeitigen Ende der Punktrunde geführt. Betroffen sind von den Playoff-Teilnehmern neben dem EHC Freiburg die Bietigheim Steelers, der Frankfurter Viertelfinalgegner, und die auf den Hauptrunden-Ersten Kassel treffenden Heilbronner Falken, beide bis zum 17. April in kollektiver Quarantäne. Für Dienstag ist mit einer Entscheidung der Liga zu rechnen.

Dass die letzten drei Hauptrundentermine gestrichen wurden, bedauert Fritzmeier aus sportlicher Sicht. „Wir waren wieder in einer guten Verfassung, nachdem wir vorher ein kleines Tief hatten, und hätten gerne noch mehr gespielt“, sagt er, „wir verstehen aber auch die Vorsichtsmaßnahme“. Geklagt wird am Ratsweg nicht, auch nicht darüber, dass bei den eigenen Corona-Fällen im Dezember und Januar mitsamt zwei aufeinanderfolgenden Quarantänen weniger Rücksicht genommen wurde: Nach der gut dreiwöchigen Zwangspause waren die Löwen zu einer Nachholterminhatz ohnegleichen gezwungen, mit 34 Partien in 75 Tagen. Das hinterließ Spuren.

Zuletzt hatten sich die Löwen gute Chancen ausgerechnet, zumindest noch auf den dritten, vielleicht sogar auf den zweiten Platz vorzurutschen und so in den Ausscheidungsspielen um Meisterschaft und Aufstieg einen etwas leichteren Weg zu haben. So bleibt es beim fünften Rang – und brisanten Playoff-Paarungen: Gegen Erzrivale Bietigheim, neben Kassel einziger Mitbewerber um den diese Saison wieder möglichen Aufstieg in die erste Klasse. Und im Halbfinale gegen die Kassel Huskies, wenn in der Runde zuvor alles normal läuft. Aber was ist derzeit schon normal?

Viele Verletzungssorgen

Drei Jahre hat man am Ratsweg auf diese Wochen hingearbeitet, mit dem großen Ziel DEL. Zwei Jahre mit ersten Hauptrundenplätzen erfolgreich, was Entwicklung und Ergebnisse anhing. Und nun, da es darauf ankommt, steht alles unter anderen Vorzeichen. „Das hat ja schon mit der Playoff-Absage vor gut einem Jahr begonnen“, erinnert Fritzmeier. Es folgte ein langer Sommer, in dem der Aufstieg erst einmal weniger wichtig wurde als das Überleben des Klubs unter auch wirtschaftlich heftigen Pandemie-Umständen, statt der gewohnt akribischen Vorbereitung ein dreiwöchiges Kurzprogramm vor dem in den November verschobenen Saisonbeginn, der enttäuschende Start unter dem neuen Headcoach Olli Salo, für den Sportdirektor Fritzmeier dann selbst einsprang, mehrere Corona-Fälle, der folgende Terminstress mit höchster Belastung, von Anfang bis Ende etliche Verletzungsprobleme. Und immer wieder neue Rückschläge, wie vor einigen Wochen der fatale Schultersturz von Kapitän Adam Mitchell, neben Manuel Strodel und David Suvanto der dritte besonders schmerzliche Ausfall für den Rest der Saison.

„Bis auf das Tief mit vier den Niederlagen hat die Mannschaft das gut gestemmt, und auch das war verständlich, bei dem Spielplan und den vielen Ausfällen. Wir haben gerettet, was zu retten war, und sind auch nicht so abgestürzt wie Kassel und Bietigheim“, bilanziert Fritzmeier mit Blick auf die Aufstiegskonkurrenten, die vor zwei Jahren (Kassel) und einem Jahr (Bietigheim) überraschend schon vor dem Viertelfinale scheiterten.

Jetzt geht es für alle Beteiligten wieder bei Null los, nichts ist verloren, der Aufstieg bleibt das große Ziel. „Wir gehen auch mit keinem schlechten Gefühl in die Playoffs“, betont der Trainer und Sportdirektor. „Wir sind einen langen Weg gegangen, gegen viele Widerstände. Jetzt kommt der Endspurt“, sagt Franz-David Fritzmeier und hofft vor allem: „Dass alle gesund bleiben und jetzt nicht noch etwas passiert.“

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