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Im Kampf um den wichtigsten Radsport-Titel der Welt legt auch die dickste Freundschaft eine Pause ein.
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Im Kampf um den wichtigsten Radsport-Titel der Welt legt auch die dickste Freundschaft eine Pause ein.

Tour de France

Harter Konkurrenzkampf unter Sportsfreunden

Der Sieg bei der Tour de France wird zwischen den Kumpels Primoz Roglic und Tadej Pogacar entschieden.

Im Kampf um den wichtigsten Radsport-Titel der Welt legt auch die dickste Freundschaft eine Pause ein. „Natürlich, wir sind echte Kumpels“, sagt Tadej Pogacar über seinen besten Spezi und größten Rivalen Primoz Roglic: „Aber eben auf den letzten Rennkilometern nicht.“ Der blutjunge Heißsporn Pogacar und der lässige Roglic: Zwischen den beiden slowenischen Ausnahmekönnern wird die 107. Tour de France entschieden – und beide kündigen für die dritte und letzte Woche einen erbitterten Kampf an.

„Das hier ist noch lange nicht vorbei“, sagte der 30 Jahre alte Roglic, der den zweiten Ruhetag dieser so fordernden Tour als Gesamtführender mit dem dünnen Polster von 40 Sekunden auf seinen knapp neun Jahre jüngeren und so angriffslustigen Landsmann verbrachte. Beim kurzen Durchschnaufen im Tal der Isère im Schatten der Alpen-Riesen, an denen in den kommenden Tagen das Duell um das Gelbe Trikot ausgetragen wird, war Roglic weit davon entfernt, sich in Sicherheit zu wähnen.

„Ich hätte gerne mehr Vorsprung, keine Frage. Tadej hat wirklich gute Beine“, sagte der Vuelta-Sieger, der zu gerne auch der erste slowenische Toursieger wäre. Weil Roglic mit seinem unfassbar starken Jumbo-Team Titelverteidiger Egan Bernal am Sonntag förmlich aus den Schuhen und aus dem Rennen um den Tour-Sieg fuhr, sprach er zwar von einem „guten Tag“. Aber: „Tadej war ein bisschen stärker als ich.“

Und deshalb reagierte der frühere Junioren-Weltmeister im Skispringen auch verschnupft auf die Frage, ob er als Mann in Gelb seinem Landsmann den Etappensieg beim Bergshowdown am Grand Colombier am Sonntag generös überlassen habe: „Ich werde Tadej hier sicher keine Geschenke machen – wir sind Freunde, das ändert aber nichts daran, dass wir beide unbedingt gewinnen wollen.“

Tour-Debütant Pogacar, der nach Bergetappensiegen bei dieser Tour 2:1 vorne liegt, sieht sich zwar immer noch als Außenseiter – seinem Widersacher will er aber bis zum finalen Schlagabtausch beim Bergzeitfahren an der Planche des Belles Filles am Samstag keine ruhige Minute gönnen. „Im Moment scheint Primoz nicht zu stoppen“, sagte der Youngster: „Aber am Sonntag ist schon Bernal geplatzt. Vielleicht werde ich platzen – oder eben Primoz platzt. Bei einer dreiwöchigen Tour weiß man nie.“

Was man aber ziemlich sicher weiß: Nach den bisher gezeigten Leistungen kann der Toursieger eigentlich nur aus dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land Slowenien kommen. „Ich war jetzt lange nicht mehr in der Heimat, aber die Leute dürften jetzt verrückt spielen“, sagte Roglic, der maßgeblich dafür gesorgt hat, dass Slowenien auf dem Weg von einer Skisprung- zu einer Radsport-Nation ist.

Das erste womöglich ganz bis zum Schluss echte und enge Duell zweier Landsleute um den Toursieg seit den Franzosen Jacques Anquetil und Raymond Poulidor 1964 – beim Sky-Duo Bradley Wiggins und Chris Froome verhinderte 2012 Stallregie einen wahren Wettstreit – bereitet laut Roglic seinen Landsleuten einen „Riesenspaß“.

Den haben angesichts der brutalen Kletterleistungen der beiden Slowenen nicht alle Beobachter. Roglic versicherte daher noch einmal, dass es bei ihm mit rechten Dingen zugehe. „Von meiner Seite gibt es nichts zu verbergen“, sagte er am Sonntag: „Man kann mir auf jeden Fall vertrauen.“ (sid)

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