Hat was zu Sagen: Jadon Sancho.
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Hat was zu Sagen: Jadon Sancho.

Volltreffer: Jadon Sancho

Worte und Taten

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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BVB-Profi Jadon Sancho trifft dreimal gegen Paderborn und setzt ein Zeichen gegen Rassismus.

Zuletzt hat der junge Mann nicht so häufig mitspielen dürfen, Lucien Favre, der Dortmunder Trainer fand, dass Jadon Sancho nicht so weit wäre für 90 Minuten. Kann man so sehen als Coach, nur darf man sich nicht wundern, wenn einem eine gewisse Mutlosigkeit und übertriebene Zauderei vorgehalten wird. Aber auch ein Lucien Favre kann nicht aus seiner Haut, gerade er nicht.

Jetzt, am Sonntag beim eine Halbzeit mithaltenden Aufsteiger SC Paderborn, hat Jadon Sancho wieder richtig mitspielen dürfen, dieser pfeilschnelle Dribbler, 2017 für acht Millionen Euro von Manchester City gekommen. Drei Tore hat der Engländer beim 6:1 (0:0)-Erfolg in Ostwestfalen so dir nichts, mir nichts erzielt, auf 17 Tore und 17 Vorlage hat der Bengel, mittlerweile 117 Millionen Euro wert, seine Bilanz geschraubt, das ist ziemlich gut für einen 20-Jährigen. Als Sancho seinen ersten Treffer erzielte, lüpfte er sein Trikot und zeigte ein gelbes T-Shirt mit der Aufschrift „Justice for George Floyd“ (Gerechtigkeit für George Floyd). Der Afroamerikaner war unlängst bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet worden. Sancho setzte ein starkes Zeichen gegen Rassismus. Via Instagram teilte er mit: „Ich freue mich sehr über den ersten Hattrick meiner Karriere – es ist ein bittersüßer Moment, da heute auf der Welt wichtigere Dinge passieren, die wir verändern müssen. Wir sollten keine Angst haben, für das einzutreten, was richtig ist.“ Erstaunliche Worte eines sehr jungen Mannes.

Weil politische Parolen in der Bundesliga verboten sind, will der DFB-Kontrollausschuss die Aktion nun „eingehend prüfen“.

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