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Der neue Dreh- und Angelpunkt im Skyliners-Ensemble: Will Cherry.
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Der neue Dreh- und Angelpunkt im Skyliners-Ensemble: Will Cherry.

Skyliners

Will Cherry: Hungrig und selbstbewusst

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Spielmacher Will Cherry will die Frankfurt Skyliners aus dem Tabellenkeller der Basketball-Bundesliga führen. Am Sonntag ist Bamberg zu Gast in der Ballsporthalle.

Will Cherry würde am liebsten zwei oder drei Mal die Woche einfach nur spielen. So sehr hat er den Basketball vermisst. „Die Trainer schützen mich gerade so ein bisschen vor mir selbst“, sagt der Spielmacher der Frankfurt Skyliners schmunzelnd. Der 30-Jährige kann und soll derzeit noch nicht die Umfänge trainieren, wie der Rest der Mannschaft. Zum einen, weil er erst vergangenen Freitag zum hessischen Bundesligisten gestoßen ist. Zum anderen, weil er sehr lange nicht mehr Basketball unter Wettkampfbedingungen gespielt hat.

Trotzdem hat er am vergangenen Samstag gezeigt, zu was er zu leisten imstande ist. In Ulm führte er die Skyliners mit 14 Punkten und sieben Assists zum ersten Ligasieg, er war sofort der Leader auf dem Parkett. „Er ist hungrig, ambitioniert und selbstbewusst“, lobt Cheftrainer Diego Ocampo. Das seien Attribute, von denen man immer viel erzählen könne, die aber manche Spieler mehr, andere weniger in sich tragen. Für Will Cherry war das Zeit seines Basketballerlebens nie ein Problem. Er hielt sich in der griechischen Hauptstadt Athen fit, als der Anruf aus Frankfurt kam.

„Der Trainer vertraut mir“

Der Mann aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien war acht Mal für die Cleveland Cavaliers in der NBA aktiv, ehe er seine Europa-Reise durch Litauen, Deutschland, Türkei, Griechenland und Italien startete. 2015/2016 war er für Alba Berlin aktiv. In der Saison 2018/2019 versuchte er, in Santa Cruz mit einem Engagement in der D-League, den Sprung in die NBA zu schaffen, was ihm jedoch nicht gelang. Er ging 2019 zu Olympiakos Piräus, wo er überhaupt nicht zurechtkam und wechselte im Januar zu Reggio Emilia nach Italien. Nach lediglich zwei Partien brach er seine Zelte schon wieder ab, weil die Saison wegen Corona abgebrochen wurde. Vergangene Saison schloss er sich keinem Team an, weil er familiäre Dinge wegen seinen zwei Töchtern zu klären hatte. „Außerdem habe ich ein paar NBA-Sachen gemacht“, sagte Cherry. Danach sei es zu spät gewesen, nach Europa zu fliegen.

Die vergangenen Wochen waren turbulent. In Israel machte er ein Spiel für Hapoel Eliat, ehe der Klub ihn wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln frei stellte. „Das ist das, was sie sagen“, sagt der 1,85-Meter-Mann dazu. Der Fall liegt vor Gericht. Im September wollte er sich dem rumänischen Klub Cluj anschließen. „Sie haben aber einen irregulären Herzschlag festgestellt“, berichtet Cherry. Da ein ehemaliger Fußballspieler an Herzproblemen gestorben sei, seien sie übervorsichtig gewesen. In Frankfurt angekommen, gab es beim hiesigen EKG-Test hingegen keine Probleme. „Nur in meinem Knie haben sie ein Klicken gehört“, erzählt Cherry. Also wurde eine Kernspintomographie gemacht. Auch da war alles okay.

Ocampo ist glücklich, endlich einen verlängerten Arm auf dem Parkett zu haben. „Das wichtigste für mich ist, dass er ein guter Verteidiger ist“, sagt der Spanier. Er sei nah zum Ball, spiele mit viel Druck und Engagement. Cherry bringt vor allem Führungsqualitäten und Erfahrung, die dem Team vorher komplett gefehlt haben. „Wir haben eine viel bessere Balance“, hat auch Ocampo nach der Partie in Ulm erkannt. Donovan Donaldson, eigentlich als erster Spielmacher geholt, spielte als Shooting-Guard, „wo er sich wohler fühlt“ (Ocampo). Auch Brancou Badio konnte vermehrt als Shooting Guard spielen, was er mit 25 Punkten zurückzahlte.

„Ich will einfach nur mein Spiel spielen. Ich brauche nicht viel Leitung“, sagt Cherry. „Der Trainer vertraut mir und lässt mich das Team führen.“ Das wird er am Sonntag (15 Uhr) in der Ballsporthalle gegen Bamberg tun müssen, um die Skyliners aus dem Tabellenkeller zu führen. Dabei müssen sie auf Quantez Robertson (Knöchelprobleme) und Brooks DeBischopp (Kreuzbandzerrung verzichten.

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