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Das legendäre „Kacktor“ von Bremen: der damalige Hamburger Rick van Drongelen trifft in den eigenen Kasten.
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Das legendäre „Kacktor“ von Bremen: der damalige Hamburger Rick van Drongelen trifft in den eigenen Kasten.

Das letzte Nordderby liegt fast vier Jahre zurück

Werder empfängt den HSV: Volle Ladung und viel Tradition

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Der SV Werder Bremen und der Hamburger SV begegnen sich erstmals in der zweiten Liga im Nordderby

In diesem Fall lohnt der Blick zurück tatsächlich. Auf den 24. Februar 2018, als das bislang letzte Nordderby zwischen Werder Bremen und Hamburger SV angepfiffen wurde. Die tabellarische Situation war damals genauso mies wie das Wetter, beide Traditionsvereine stecken mal wieder mitten im Abstiegskampf. Heraus kam ein ziemliches Gewürge und kurz vor Schluss entschied ein Treffer, den Werder-Stadionsprecher Arnd Zeigler in seiner WDR-Sendung „Wunderbare Welt des Fußballs“ gerne als „Kacktor“ bezeichnet. Eigentor von HSV-Recke Rick van Drongelen nach wildem Gestochere. Ein Vierteljahr später war der stolze Hamburger SV erstmals in der Vereinsgeschichte abgestiegen. Im Mai dieses Jahres war bekanntlich auch Bremen nicht mehr zu retten, so dass es nun am Samstagabend (20.30 Uhr/Sport1) mit mehr als drei Jahren Anlauf zum 109. Nordderby kommt. Hier wie dort wird das Signal eines Derbysieges für die baldige Bundesliga-Rückkehr herbeigesehnt.

„Nordderby ist immer etwas besonders, egal in welcher Situation. An dieses Derby reicht in Deutschland sonst nur noch Dortmund gegen Schalke heran“, sagt Bremens Geschäftsführer Frank Baumann, der in aktiven Zeiten alle Konstellationen miterlebt hat. Der 45-Jährige spielte in einer ominösen Vierer-Auflage aus dem Frühjahr 2009 eine Hauptrolle, als die Bremer sich im DFB-Pokal-Halbfinale, im Uefa-Cup-Halbfinale und in der Bundesliga durchsetzen und einmal im Volksparkstadion von einer aufs Feld geworfenen Papierkugel profitierten. Damals gehörte den Protagonisten tagelang die Titelseiten. Doch das alles hilft heute nicht mehr.

Torsten Frings, der alte Haudegen, hat in einem Doppelinterview mit dem für beide Klubs spielenden Torhüter Frank Rost die Gemengelage der Gegenwart gut auf den Punkt gebracht: „Ganz ehrlich, ich glaube, bei der großen Vergangenheit ist in der zweiten Liga keiner stolz darauf, wenn er sagen kann, dass er die Nummer eins im Norden ist.“ Denn diesen Status müsste ohnehin der VfL Wolfsburg für sich reklamieren.

Beide Kader gleich stark

Fakt ist, dass der fehlgestartete Bundesligaabsteiger Bremen und der schwerlich aus den Startlöchern gekommen Nichtaufsteiger Hamburg mit Pflichtsiegen gegen Ingolstadt bzw. Sandhausen für ein bisschen Beruhigung gesorgt haben. Beide Kader scheinen für Ausschläge nach oben und unten empfänglich, wobei Werder mit den späten Verpflichtungen von Marvin Ducksch und Mitchell Weiser vielleicht mehr individuelle Qualität besitzt. Inzwischen hat die Hälfte der Stammelf den Ballast des Abstiegs abgeschüttelt. Beim HSV sollen Zweitliga-Routiniers wie Tim Leibold oder David Kinsombi eine recht junge Mannschaft führen.

Beide Trainer haben mit der Historie nicht viel zu tun. Werder-Coach Markus Anfang sagt: „Nach den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung etwas gedreht. Wir haben jetzt die Chance, sehr viel Kredit zurückzuholen.“ Sein Gegenüber Tim Walter schiebt sogar ganz bewusst die Favoritenrolle beiseite: „Werder kommt von oben, sie sind gerade abgestiegen und haben den höchsten Marktwert. Wir hingegen sind seit drei Jahren in der zweiten Liga.“ Raus aber wollen beide lieber wieder heute als morgen.

Übrigens ist mit dem FC Schalke 04 auch der dritte Quotenbringer der gerne mit Übertreibungen bedachten Spielklasse auf dem leicht aufsteigenden Ast. Am Freitagabend im Heimspiel gegen den Karlsruher SC (18.30 Uhr) könnten die Königsblauen zumindest für eine erste Nacht auf einen direkten Aufstiegsplatz springen – und den Druck aufs Nordderby noch erhöhen. mit dpa

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