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Frech sollen die Gladbacher Fußballer in Mailand aufspielen, fordert zumindest deren Trainer Marco Rose. afp

Champions League

Weit weg von Fallobst

Borussia Mönchengladbach will endlich in der Champions League Reife beweisen – mit Inter wartet die „Creme de la Creme Europas“.

Ausgerechnet Ciro Immobile hat dem vermeintlichen Gruppenfavoriten Borussia Dortmund einen kapitalen Fehlstart in die Champions League beschert. Mit seinem Treffer zum 1:0 (6.) leitete der einstmals beim BVB nach nur einer Saison ausgemusterte Angreifer die ernüchternde 1:3 (0:2)-Schlappe des Fußball-Bundesligisten bei Lazio Rom ein. Vor 1000 Zuschauern im Stadio Olimpico erzielten Luiz Felipe (23.) und der von Immobile angespielte Jean-Daniel Akpa-Akpro (76.) am Dienstagabend die weiteren Treffer für die Italiener. Damit steht der Revierklub in den kommenden Partien gegen Zenit St. Petersburg (28. Oktober) und beim FC Brügge (4. November) unter Zugzwang. Erling Haaland (7.) traf nur zum zwischenzeitlichen Anschluss für den BVB.

Der weil ist RB Leipzig mit einem überzeugenden Sieg in die neue Saison der Champions League gestartet. Die Sachsen gewannen vor 999 Zuschauern mit 2:0 (2:0) gegen den türkischen Meister Istanbul Basaksehir. Der Spanier Angelino (16./20.) traf für die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann. In der Gruppe H spielt der Bundesligist außerdem noch gegen die Schwergewichte Paris Saint-Germain und Manchester United, das gestern durchaus überraschend 2:1 in Paris gewann.

Zurück zu Dortmund: Die Personalnot in der Defensive, in der Stammkräfte wie Manuel Akanji und Emre Can (Rotsperre) fehlten, erwies sich als zu große Hypothek. Doch nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Aufbauspiel blieb die über weite Strecken indisponierte Borussia weit hinter ihren Möglichkeiten.

Bereits nach sechs Minuten lag der BVB hinten. Denn die Italiener nutzten einen Fehlpass des Dortmunder Neuzugangs Thomas Meunier eiskalt aus. Nach Zuspiel von Joaquin Correa demonstrierte Immobile, warum er im vergangenen Jahr Torschützenkönig der Serie A wurde. Im Stile eines echten Goalgetters chippte er den Ball an Marwin Hitz vorbei, der erneut den inzwischen von einem Infekt genesenen Stammtorhüter Roman Bürki vertrat.

Der Treffer zeigte bei der Borussia sichtlich Wirkung und spielte den konterstarken Römern prächtig in die Karten. Fehlpässe en masse waren Ausdruck wachsender Verunsicherung. Damit brachte sich der BVB weiter in Not und ermöglichte dem besonders motivierten Immobile (14./15.) zwei weitere Möglichkeiten.

Nur zwei Minuten nach der großen Ausgleichschance durch Raphael Guerreiro (21.), der aus kurzer Distanz an Lazio-Keeper Thomas Strakosha scheiterte, gab es für die Favre-Elf den nächsten Rückschlag. Der gleich von vier Dortmundern umringte Luiz Felipe stieg nach einer Ecke am höchsten und traf zum 2:0. Der Anfang vom Ende. dpa/sid

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