Sorgte für das erlösende 1:0 für den FSV Frankfurt: Robin Williams.
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Sorgte für das erlösende 1:0 für den FSV Frankfurt: Robin Williams.

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Wache Frankfurter

  • vonStefan Fritschi
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FSV stabilisiert sich durch 3:0-Sieg gegen FK Pirmasens im vorderen Mittelfeld. Keine klare Meinung zur Saisonunterbrechung.

Ausgelassen war der Jubel nicht oder gar euphorisch wie in der ersten Oktoberhälfte beim 3:1 über Hessen Kassel. Eher verhalten nahm man beim FSV Frankfurt den 3:0 (1:0)-Erfolg über den FK Pirmasens zur Kenntnis. Die Mininegativserie von zwei Niederlagen ist beendet, und mit 20 Punkten aus zwölf Partien führen die Bornheimer die große Gruppe derjenigen Teams an, die mit dem Titelgewinn in der Fußball-Regionalliga Südwest wohl nichts zu tun haben werden.

Doch wie es weitergeht, ist unklar, dies ließ auch nur kurze, unmittelbare Freude aufkommen über den klaren Sieg gegen die ideenlosen Südwestpfälzer, die bis dato kein Auswärtsspiel verloren hatten. Am Samstag, 75 Minuten vor Spielbeginn, hatte die Regionalliga Südwest GbR bekanntgegeben, dass der 13. Spieltag, der morgen und am Mittwoch hätte stattfinden sollen, abgesetzt ist.

„Die Situation ist unübersichtlich“, stufte FSV-Präsident Michael Görner die Situation ein. Anstatt am Dienstagabend die Walldorfer Astoria zu empfangen, werde vermutlich ganz normal trainiert. Wird die Regionalliga nicht als Profiliga eingeordnet, geht es für Spieler und viele Mitarbeiter wieder in die Kurzarbeit. Eine eindeutige Haltung nimmt Görner - anders als Kickers Offenbach - nicht ein, er spricht davon, dass die Regionalliga eher eine Profiliga denn eine Amateurspielklasse sei. Man habe es mit einer Vielzahl von bezahlten Spielern zu tun, aber eben nicht nur. „Wir müssen auf die Entscheidung reagieren und das Beste daraus machen“, sagte Görner.

Couragierte Reaktion

Auf dem Rasen des Bornheimer Hangs zeigten die Schwarz-Blauen gegen Pirmasens jedenfalls eine Reaktion auf die bitteren Erlebnisse in den Duellen zuvor mit Elversberg (1:5) und Koblenz (0:1). Selbstbewusst, ja dominant präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Brendel und ließ dem Traditionsklub kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Während der blank stehende Luca Bazzoli (14.) und Arif Güclü (19.) den Ball knapp neben den Pfosten setzten, sorgte Robin Williams für das erlösende 1:0 und krönte mit dem couragierten Distanzschuss seinen starken Auftritt in der ersten Halbzeit.

Ganz wild und fehlerbehaftet starteten Hessen wie Pfälzer in den zweiten Abschnitt. Brendel schickte daraufhin seine Ersatzspieler zum Warmmachen. Völlig überraschend dann das nächste Tor: Wieder konnten die Pirmasenser nach einem Eckstoß nicht klären, diesmal war es Ahmed Azaouagh, der aus 18 Metern traf (55.).

„Nach dem 2:0 war der Ofen aus“, konstatierte FKP-Assistenzcoach Jens Schaufler. Nur eine klare Gelegenheit hatte der Gast, und dies nach einem Ausrutscher von Bazzoli, doch Dennis Chessa schoss am Tor vorbei (22.). Cheftrainer Patrick Fischer war indes nicht mit nach Frankfurt gefahren, da er nach dem Abschlusstraining am Freitag über Erkältungssymptome geklagt hatte. Ein Coronatest fiel derweil negativ aus. „Wir sind über dieses Ergebnis sehr erleichtert“, wird FKP-Präsident Jürgen Kölsch auf der Klubhomepage zitiert.

Während das eingewechselte FSV-Talent Andu Kelati seine hundertprozentige Chance nicht nutzen konnte (74.), baute Güclü nach einem Konter in der Nachspielzeit die Führung noch aus. Kelati hätte den Deckel draufmachen müssen, monierte Brendel.

Mit dem Ergebnis war der Cheftrainer und Sportliche Leiter freilich zufrieden, mit der Leistung vor allem in der ersten Halbzeit, als die Frankfurter den Ball und den Gegner laufen ließen. Wann sie dies das nächste Mal umsetzen können, ist aber noch unklar.

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