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Mit großem Ehrgeiz im Schwimmbecken: Marco Koch.
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Mit großem Ehrgeiz im Schwimmbecken: Marco Koch.

Schwimmen

Marco Koch: Voll im Soll in Richtung Tokio

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Der Brustschwimmer von der SG Frankfurt will vor Olympia so viele Wettkämpfe wie möglich machen und in Tokio vorn dabei sein.

Marco Koch hat sich daran gewöhnt. Wenn der 31-Jährige in Wettkämpfen wie vor knapp vier Wochen in Nizza und davor in Antwerpen durch das Wasser pflügt und ihn keine Fans von den Tribünen anfeuern, konzentriert er sich alleine darauf, schneller als seine Gegner zu sein. In der französischen Hafenstadt schlug der Weltmeister von 2017 über seine Paradestrecke die 200 Meter in 2:10,24 Minuten an. Über die 100 Meter sprang eine Zeit von 1:01,29 Minuten heraus. Beides bedeutete den Tagessieg. „Dabei haben wir uns nicht speziell auf die Wettkämpfe vorbereitet“, sagte der Europameister von 2014. Schon Ende Januar hatte Koch, der für die Olympischen Spiele qualifiziert ist, mit seinen 2:09,34 Minuten in Antwerpen die Olympianorm (2:09,90 Minuten) abermals unterboten.

Der Schwimmer der SG Frankfurt ist voll im Soll in seinen Vorbereitungen auf Olympia (23. Juli bis 8. August) an deren Austragung er glaubt. „Wenn man jetzt anfängt zu zweifeln, ist das nur Energie, die einem verloren geht“, betont der gebürtige Darmstädter, der in Langen wohnt. Stattdessen setzt er seinen Fokus voll auf das Training. Gerade im fortgeschrittenen Schwimmeralter sei es wichtig, mehr Rücksicht auf die Erholung zu legen, aber trotzdem auch viele Wettkämpfe zu schwimmen.

Marco Koch: Leben in der Bubble

Im Oktober und November war er sechs Wochen in der Bubble der International Swimming League (ISL) mit einem wöchentlichen Test auf das Coronavirus in Budapest. „Das war echt cool“, sagte Koch, der für die New York Breakers an den Start ging. Durch die verschiedenen Teams sei auch eine ganz gute Stimmung auf den Tribünen aufgekommen

„Es ist extrem wichtig, die Rennstrategie zu üben, damit man ein Gefühl dafür kriegt, wie schnell kann ich angehen, wie viele Züge kann ich machen“, betont Koch. In Nizza sei er in der Endzeit zwar langsamer gewesen als in Antwerpen, aber dafür war er über die ersten 100 Meter eine Sekunde schneller. Das sei auch immer abhängig von der Frische, entsprechend probiert er einiges aus.

Marco Koch: Karriereende noch offen

Die Trainingspläne schreibt ihm der ehemalige Bundestrainer Dirk Lange, zu dem er vor eineinhalb Jahren gewechselt ist. Überwacht werden die Einheiten von der hessischen Landestrainerin Shila Sheth. Neben den Einheiten in der Sportschule des Landessportbunds Hessen (LSB) in Frankfurt, trainiert Koch vormittags ab und zu auch im Rüsselsheimer Lachebad, weil sich die Zeiten mit anderen Athletinnen und Athleten auf den vier Bahnen im LSB überschneiden. „Dienstag, Donnerstag und Samstag trainiert Marco abends in der Wettkampfhose“, sagt Sheth. „In der Technik ist das noch nicht so wettkampfnah, wie wir das haben wollen. Es ist aber aufgrund der größeren Umfänge erklärbar.“

Neben dem Schwimmtraining sitzt Koch auch in zwei Einheiten auf dem Fahrrad, weil er gemerkt hat, dass es ihm hilft. Der nächste Wettkampf steht in drei Wochen in Marseille an, danach soll es nach Stockholm gehen. Auch ein Trainingslager auf den Kanarischen Inseln ist anvisiert, wenn es die Situation zulässt. Bei den Zielen für die Olympischen Spiele hält sich der deutsche Rekordhalter über die 200 Meter Brust (2:07,47 Minuten) bedeckt. „Das Finale mit einem Platz vorne“, sagt er nur. Auch für die Fortsetzung der Karriere über die Spiele hinaus „lasse ich mir alles offen“.

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