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Macht als Trainer in Crailsheim weiter: Sebastian Gleim.
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Macht als Trainer in Crailsheim weiter: Sebastian Gleim.

Frankfurt Skyliners

Versöhnlicher Abschluss

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Frankfurter Basketballer gewinnen das letzte Saisonspiel gegen Hamburg und verabschieden Sebastian Gleim – nicht ohne kritische Töne Richtung Trainer.

Sebastian Gleim klatschte jeden Spieler, Trainer und Betreuer ab. So wie der scheidende Cheftrainer der Frankfurt Skyliners das immer macht. Am Sonntag hatte der Klub noch ein „Danke Sebastian“ mit dem Foto des 36-Jährigen auf die Leinwand geworfen, und es gab zum Abschluss noch ein Gruppenfoto mit allen. Es war ein versöhnlicher Abschluss am Sonntag in der Ballsporthalle. 96:89 (46:39) gewannen die Skyliners am 34. und letzten Spieltag der Basketball-Bundesliga (BBL) und beenden die Saison auf Platz zwölf.

„Unter den Umständen bin ich zufrieden, dass wir unsere Ziele ohne großes Zittern erreicht haben“, bilanzierte Gleim die abgelaufene Spielzeit, die geprägt von der Coronavirus-Pandemie war. Als Trainer habe er eigentlich stark anfangen und noch besser aufhören wollen. Doch direkt vor Saisonbeginn und zum Ende hin mussten die Hessen insgesamt 26 Tage in Quarantäne. „Um diese drei Wochen herum haben wir ein und jetzt zwei Spiele gewonnen. In dem Mittelblock war es jedes zweite“, analysierte Gleim. Das sei beachtlich gewesen, zumal er die komplette Saison auf Richard Freudenberg und die Hälfte der Zeit auf Konstantin Konga verzichten musste.

„In der Mannschaft hat deutlich mehr Potenzial gesteckt, um sportlich erfolgreicher zu sein, als wir es gewesen sind“, fand hingegen Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter. Zumindest vor der 14-tägigen Quarantäne im April. Auch die Spielzeit der jungen Spieler Len Schoormann und Bruno Vrcic war ihm zu wenig – wobei Letzterer im November wegen einer Verletzung drei Monate ausfiel. „Wenn das jemand von außen so bewertet, dann ist das so“, sagte Gleim. Wöbke hatte ihm während der Saison mitgeteilt, dass er nicht mehr mit ihm als Headcoach plant, sich ihn aber als Sportdirektor vorstellen könnte. Gleim lehnte ab und wird kommende Saison Cheftrainer der Crailsheim Merlins. „Ich hatte um das Jahr herum einige Optionen in Deutschland. Ich habe am Ende die Entscheidung getroffen, die mir die meiste Vorfreude bereitet“, erklärte Gleim, der in verschiedenen Funktionen sieben Jahre in Frankfurt tätig war.

Klar ist für die kommende Saison, dass Len Schoormann, Bruno Vrcic, Maximilian Begue und Richard Freudenberg im Kader stehen werden. Wobei bei Letzterem völlig offen ist, ob er nochmal auf die Beine kommt. Quantez Robertson soll heute einen neuen Zweijahresvertrag unterschreiben. Bei Marco Völler, Michael Kessens und Konstantin Konga gibt es Optionen auf Verlängerungen.

In den kommenden Wochen wird sich die zentrale Frage entscheiden, wie die sportliche Perspektive für den Deutschen Meister von 2004 aussehen wird. Wöbke hat im Februar seine Pläne vorgestellt, mit Hilfe von Unternehmern aus der Region doch noch eine Multifunktionsarena am Kaiserlei zu bauen, nachdem das Ausschreibungsverfahren ohne Ergebnis beendet worden war. Alles hängt davon ab, ob eine mögliche neue Römer-Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt einer Anhandgabe zustimmt.

Die würde es erlauben, in einen knapp zweijährigen Plan- und Prüfprozess zu treten, ob sich ein Bau überhaupt realisieren lässt. „Das ist die einzige wirkliche Chance, auch für die anderen Sportteams, innerhalb der nächsten dutzend Jahre eine neue Spielstätte zu bekommen“, sagt Wöbke. Eine mögliche Arena am Flughafen, wie sie Katz Group plant, steht der Skyliners-Boss skeptisch gegenüber. Die Kanadier wollen eine Arena für 23 000 Fans bauen, was für die Frankfurter Sportteams viel zu überdimensioniert ist.

Die Skyliners stagnieren, während die anderen Klubs sich stetig weiterentwickeln. Einen Sportdirektor, den Wöbke installieren will, wird es nur geben, wenn es ein positives Signal zur Halle gibt und der Bund die Corona-Hilfen bis Ende des Jahres verlängert. Ohne Perspektive werden die Skyliners endgültig den Anschluss verlieren.

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