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Corona-Krise in den USA

NBA und NFL: Fast jeder Zehnte Profi mit Corona infiziert

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Die Corona-Lage in den USA ist dramatisch. Nun spürt auch der Profisport die Auswirkungen von Infektionen.

  • Die Corona-Zahlen in den USA erreichen ein neues Höchstniveau.
  • Auch die Profil-Ligen NBA und NFL sind betroffen.
  • US-Präsident Donald Trump wollte unbedingt den Sport in der Corona-Krise zurück.

New York - „Wir wollen wieder Sport in unserem Land“: Diesen Satz sagte Donald Trump im Mai 2020 bei „Fox News“. Damit meinte Trump die Rückkehr der NFL, der US-amerikanischen Profi-Liga im American Football, zum Normalbetrieb. Die Spielzeit war zuvor aufgrund der kritischen Corona-Lage im Land ausgesetzt worden. Sein Konkurrent Joe Biden, der mittlerweile gewählte US-Präsident, hielt stets dagegen, warnte vor ansteigenden Infektionszahlen. Trump versprach, dass sich die Entscheidung der NFL auch auf andere Sportarten auswirken werde: „Es wird passieren.“

Ein halbes Jahr später ist die Bilanz des Re-Starts ernüchternd. Sars-CoV-2 kursiert weiterhin in den USA und sorgt wöchentlich für neue traurige Infektionsrekorde. Auch die NFL ist davon betroffen. Seit Anfang August wurde in der American Football-Liga 270 Ansteckungen verzeichnet, davon 61 Spieler und 95 Mitarbeiter der Klubs.

Corona in den USA - NFL mit Chaos-Spieltagen

Rund um Thanksgiving ereignete sich zudem ein organisatorisches Negativbeispiel. Das Spiel zwischen den Pittsburgh Steelers und den Baltimore Ravens sollte eigentlich am Donnerstag (26.11.2020) stattfinden - tat es aber nicht. Im Baltimore-Team gab es mehrere positive Corona-Tests. Es folgte die Verschiebung der Partie auf Sonntag (28.11.2020). Auch an diesem Termin war das Spiel aufgrund von Corona-Fällen nicht möglich. Nach einer erneuten Verschiebung auf Dienstag (01.12.2020), konnte die Partie schlussendlich am Mittwoch gespielt werden - unter unfairen Bedingungen. Der Mannschaft der Baltimore Ravens fehlten insgesamt 23 Spieler, aufgrund positiver Corona-Tests. Die zweite Garde verlor das Match schlussendlich. Das berichtet „abc News“.

Corona-Krise in der NFL - zahlreiche Spieler der New England Patriots mit Mundschutz. (Archivfoto)

Auch bei den Denver Broncos kam es zu einem wettbewerbsverzerrenden Fall. Alle Quarterbacks der Mannschaft fielen aus, da einer von ihnen, Jeff Driskel, positiv getestet wurde und die anderen als Kontaktpersonen galten. Somit musste Wide Receiver Kendall Hinton als Quarterback auflaufen. Die Broncos verloren mit 3:31 gegen die New Orleans Saints.

Die fortgesetzte NFL-Saison wird somit zum sportlichen Desaster für Corona-betroffene Klubs - ein nicht planbares Risiko.

Corona in der NBA: Viele Spieler fallen aus

Auch in der US-amerikanischen Basketball-Liga NBA werden Corona-Infektionen zunehmend problematisch. Zwar wurde auf Donald Trumps hoffnungsvolle Worte hin ein Corona-konformes Konzept erarbeitet, die NBA erschuf einen abgeschotteten Rest der Saison - jedoch zeigt dieses nun Lücken auf. Zwar wurde die letzte Saison ohne große Komplikationen beendet. Doch nun steht die Neue an.

Die ansteigenden Neuinfektionen in den USA gehen nicht spurlos an der NBA vorbei. Wenige Wochen vor Saisonstart wurden zur Sicherheit alle Basketball-Profis auf Covid-19 getestet. Ergebnis: 48 von ihnen waren infiziert, wie „The Athletic“ berichtet.

So kommt es nun auch in der NBA zu Wettbewerbsverzerrungen in der Corona-Krise, da diese Spieler Tage lang nicht trainieren dürfen, sich in Quarantäne begeben müssen. Offiziell ist der Saisonstart für den 22.12.2020 geplant.

Derweil bleibt offen, wie Joe Biden mit dem US-Profisport in der Corona-Krise weiter verfahren wird. Als sich die Nachricht seines Wahlsieges über Donald Trump verbreitete, reagierten zahlreiche US-Stars mit Erleichterung. Beispielsweise ließ LeBron James von den Los Angeles Lakers auf Twitter verlauten, dass er in bester Laune sei - wörtlich sprach er von „Big Mood“. (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Fred Kfoury III/Icon Sportswire/Imago Images

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