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Auch der Wille entscheidet: Linus Hüger (links) von den United Volleys lässt es am Netz krachen gegen Bestensee.
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Auch der Wille entscheidet: Linus Hüger (links) von den United Volleys lässt es am Netz krachen gegen Bestensee.

Pokalfinale der Volleyballer

United Volleys selbstbewusst: „Jetzt sind wir dran“

  • vonHarald Joisten
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In einem Außenseiterduell treffen Frankfurts Volleyballer im Pokalfinale auf Bestensee – einen Gegner, gegen den sie in der Liga zuletzt schlecht aussahen.

Für Guido Heerstraß ist die Sache klar. „Das erste Saisonspiel haben wir gegen sie 0:3 verloren, das zweite Spiel nur noch 2:3. Jetzt sind wir dran und gewinnen das Pokalfinale“, sagt der Geschäftsführer der United Volleys im Brustton der Überzeugung. Zweimal haben seine Frankfurter in der laufenden Bundesligasaison gegen die Netzhoppers Bestensee den Kürzeren gezogen. Nun soll im bisher größten Spiel der Vereinsgeschichte die Wende gelingen: An diesem Sonntag (17 Uhr) treffen die Frankfurter im Finale des deutschen Pokals auf jene Netzhoppers. Beide Teams haben noch nie einen Titel gewinnen können, beide standen sogar noch nie in einem nationalen Endspiel. Seit 2014 hatten der VfB Friedrichshafen und die Berlin Volleys den Pokalsieg unter sich ausgemacht.

Zuvor startet ebenfalls in der Mannheimer Arena das Frauenfinale zwischen dem SSC Palmberg Schwerin und SC Potsdam (14.15 Uhr/beides live auf Sport 1). Weil zu beiden Endspielen keine Zuschauer zugelassen sind, wird auf dem Youtube-Kanal von „Volleyball Deutschland“ von 13 Uhr an eine „Pre-Game-Show“ gezeigt.

„In den Ligaduellen gegen Bestensee haben wir etwas geschwächelt. Vielleicht ist das ihr Vorteil, dass sie gewonnen haben“, meint Frankfurts Coach Juan Manuel Serramalera. „Aber Pokalendspiele sind immer besonders. Es ist ein anderer Druck als in Ligaspielen, da hilft Erfahrung immer.“ Und eine gewisse Erfahrung können seine Frankfurter durchaus vorweisen. Diagonalangreifer Daniel Malescha und Mittelblocker Jakob Günthör haben mit ihrem Ex-Verein VfB Friedrichshafen bereits drei Pokalsiege gefeiert (2017 bis 2019). Auch Routinier Jochen Schöps gewann den Pokal einst mit Friedrichshafen, viermal sogar, von 2004 bis 2007. Für den Rest des United-Kaders ist ein Endspiel allerdings Neuland.

Lob für Libero Tsuiki

Wie auch für die Akteure aus Bestensee. „Das Pokalfinale ist auch für mich als Headcoach der bisher größte sportliche Erfolg“, sagt Trainer Christophe Achten. Der Belgier schiebt die Favoritenrolle den Hessen zu. „Ich sehe den 60:40-Vorteil für Frankfurt. Sie haben für mich die größere Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern. Und Frankfurt hat meines Erachtens den besten Libero der Liga, ich bin ein großer Fan von ihm“, meinte Achten über den Japaner Satoshi Tsuiki.

Die United Volleys gehören seit ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit 2015 zur erweiterten deutschen Spitze. Nun greifen sie erstmals nach einem Titel. Und die Chancen stehen gut. Schließlich sind die Topteams aus Friedrichshafen und Berlin nicht mehr dabei: Berlin scheiterte im Viertelfinale sensationell gegen Bestensee (2:3), Friedrichshafen im Halbfinale ebenfalls zu Hause mit 2:3 gegen Frankfurt. Die beiden Außenseiter haben sich also den Finaleinzug redlich verdient.

Die Brandenburger waren nach starkem Saisonbeginn zwischenzeitlich in eine Krise geschlittert, haben sich aber wieder etwas gefestigt. In der Bundesliga trennen Frankfurt (6.) und Bestensee (7.) nur ein Punkt. Unglücklich sind die United Volleys darüber, dass ihr jüngstes Bundesligaspiel gegen Friedrichshafen auf den 3. März verschoben wurde. „Dadurch haben wir jetzt zwei komplette Wochen keinerlei Wettkampfpraxis“, meint Geschäftsführer Heerstraß. Die Vorfreude auf das Pokalfinale dürfte die lange Pause freilich nicht getrübt haben.

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