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Thomas Weikert.
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Thomas Weikert.

Kommentar

Wer wird DOSB-Präsident? Thomas Weikert, der logische Kandidat

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Der Hesse Thomas Weikert stellt sich wohl zur Wahl als Nachfolger von Alfons Hörmann. Er hat gute Chancen auf den Posten als DOSB-Präsident. Ein Kommentar.

Mitte Juli war es, kurz vor den Olympischen Spielen, als Thomas Weikert im FR-Interview eine wesentliche Frage gestellt bekam, jene, ob er gerne Nachfolger von Alfons Hörmann, dem scheidenden Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), werden wolle. Weikert, Anwalt für Sport- und Familienrecht aus dem mittelhessischen Limburg, ehemaliger Präsident des deutschen Tischtennisverbandes sowie bis Ende November der Mann an der Spitze der internationalen Tischtennis-Föderation, erwiderte: „Es gibt aktuell diverse Gespräche, deren Ergebnissen ich nicht vorgreifen möchte.“

Fast drei Monate später ist klar, was sich damals andeutete: Weikert soll es werden, er soll die Post-Hörmann-Ära anleiten – zumindest nach Vorstellung von 14 Spitzenverbänden, darunter etlichen gewichtigen wie der Leichtathletik, dem Turnen, dem Fechten. „Eine Ehre“ sei dieses Vertrauen, so Weikert.

Gibt es keine Überraschung, dann steht der Mann, der noch immer regelmäßig und aus Leidenschaft für das Verbandsligateam des TTC Elz an der Tischtennis-Platte spielt, bei der Wahl am 4. Dezember im Ring um den Chefposten des deutschen Sports. Er ist der logische Kandidat. Zum einen, weil er genügend Führungskompetenz mitbringt, auch viel Erfahrung in der undurchsichtigen Welt der Strippenzieher oder weil er sich früh für die richtigen Dinge einsetzte (Anti-Dopingkampf).

Weikert oder ein anderer: Wer wird DOSB-Präsident?

Zum anderen aber auch, weil er seit Jahren zu den größten Kritikern Hörmanns zählt. Bereits 2016 warf Weikert diesem fehlende Demut und einen unaufrichtigen Umgang mit seinen Mitmenschen vor. Dinge, über die Hörmann erst stolperte und dann fiel. Einmal, 2018, zuckte Weikert gar erst kurz vor der DOSB-Wahl zurück. Die Zeit war nicht reif. Jetzt ist sie es.

Weikert gilt als Kommunikator, als angenehmer Mensch, der mit dem Pfund wuchern kann, wichtige Spitzenverbände hinter sich zu wissen. Freilich: Das bedeutet keinen Freifahrtsschein. Der deutsche Sport ist so zerrissen wie selten zuvor. Viele Akteure kämpfen um (mehr) Einfluss. Im DOSB gibt es 39 olympische und 27 nichtolympische Spitzenverbände, weitaus mehr als jene 14 also. Dazu kommen die Landesverbände, die Repräsentanten des Breitensports, die ihre Position stärken und wohl ebenfalls einen Kandidaten nominieren wollen. Auch IOC-Präsident Thomas Bach übt Rieseneinfluss auf die nationale Sportpolitik aus. Nicht umsonst scheiterte Hörmann auch an dessen Misstrauensbekundung.

Thomas Weikert mutet als idealer, künftiger DOSB-Chef an. Nur muss er sich bald aus der Deckung wagen, seine Ideen präsentieren, damit die Wahl zum Vorsitzenden des Sportkreises Limburg-Weilburg – am Montag geschehen – nicht die letzte erfolgreiche in diesem Jahr für den Hessen bleibt.

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