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Ausgebremst: Im Basketball fallen immer mehr Spiele wegen Corona aus – die Probleme sind teilweise hausgemacht.
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Ausgebremst: Im Basketball fallen immer mehr Spiele wegen Corona aus – die Probleme sind teilweise hausgemacht.

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Terminchaos mit Ansage

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Im Basketball fallen viele Spiele wegen vielen Corona-Fällen aus – die Liga sollte ihre Beschlüsse zu coronakonformen Voraussetzungen für Partien aus dem Sommer dringend überarbeiten.

Die Basketball-Bundesliga (BBL) hat sich in ein tiefes Loch geschaufelt. Drei der neun Partien an diesem Wochenende sind wegen zu vieler Corona-Fälle bei Oldenburg, Berlin und Würzburg abgesagt worden. Da auch die Euroleague immer mehr Spiele absetzen muss, droht ein internationales und nationales Terminchaos wegen der Omikron-Variante.

National hätte es gar nicht so weit kommen müssen. Am vergangenen Sonntag wollten Würzburg und Bayreuth ihre Partie absagen, da es im Würzburger Team einen Corona-Fall gegeben hat und mehrere Spieler mit Symptomen nicht einsatzfähig waren. Da alle anderen mit einem PCR-Test negativ getestet wurden, fand das Spiel trotzdem statt. Am Dienstag dann die Hiobsbotschaft: Insgesamt 13 Würzburger, Trainer, Betreuer und Spieler, wurden positiv getestet. 20 Personen kamen in Quarantäne. „Es war völlig irre“, das Spiel stattfinden zu lassen, fand der Bayreuther Nationalspieler Bastian Doreth.

Florian Kainzinger, beratendes Mitglied in der BBL-Corona-Clearingstelle, erklärte, dass „eine PCR-Testung auf das SARS-CoV-2 den höchsten Standard in der Infektionsdiagnostik darstellt.“ Das lässt Zweifel daran aufkommen, ob die Tests in Würzburg richtig durchgeführt wurden. Formell hat die Liga vielleicht korrekt gehandelt, aber es gab genügend begründete Bedenken. Nun hat die Liga ein Terminchaos mit Ansage, da die Oldenburger bereits vier Spiele wegen Corona-Fällen verlegen mussten.

Am Donnerstag gab auch Alba Berlin bekannt, dass elf Mitglieder des Teams positiv getestet wurden. Das Spiel zwischen Alba Berlin und Würzburg an Silvester war wohl der Auslöser für die vielen Fälle. Aus dem Team der Bayreuther wurde bislang niemand positiv getestet, genauso wie bei den Hamburg Towers, die anschließend gegen Alba Berlin spielten. Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby wollte nach Bekanntwerden der positiven Fälle bei den Berlinern daraufhin die Partie gegen Bamberg verschieben. Erfolglos, weil alle Hamburger negativ getestet wurden.

Die Liga sollte ihre Beschlüsse zu coronakonformen Voraussetzungen für Partien aus dem Sommer dringend überarbeiten. Aktuell gibt es unverständlicherweise keine Vorschrift, die Teams flächendeckend, ob geimpft oder ungeimpft, zu testen. Um hundertprozentige Sicherheit zu haben, müssten eigentlich alle täglich PCR-getestet werden. Dafür haben die finanziell gebeutelten Klubs aber kein Geld. Zumindest mit täglichen Schnelltests sollte für ein klein wenig Sicherheit gesorgt werden. Die Gesundheit aller Beteiligten steht schließlich an erster Stelle.

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