Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Muss der Sonne von Miami nach ihrem Zweitrundenaus schon wieder Adieu sagen: Angelique Kerber. afp
+
Muss der Sonne von Miami nach ihrem Zweitrundenaus schon wieder Adieu sagen: Angelique Kerber. afp

Tennis

Tennis-Tour: Wut und Spiele

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
    schließen

Das Tennis-Masters in Miami deutet ein wenig Normalität an – doch die Nerven liegen blank.

Die neuen Realitäten, welche die Corona-Pandemie der Welt und ihrer Bevölkerung beschert hat, sind auch im Sunshine State Florida weithin bemerkbar. Doch wenn die Tennisprofis beim Masters 1000 in Miami aufschlagen, dürfte es sich ein wenig nach Entspannung anfühlen. Ein riesiges Zelt gegenüber der Turnieranlage kündet von den großen Impffortschritten in den USA, Fans dürfen auf die Ränge, natürlich mit Mund-Nasen-Schutz und auf fest reservierten, ordnungsgemäß voneinander distanzierten Plätzen, und Verköstigung gibt es an mobilen Foodtrucks: Shrimp Tacos und Thunfisch Poke Bowls und Briskets vom Angus-Rind. Es heißt, die Fans würden die Veranstaltung sehr genießen, Beschränkungen hin oder her.

Gleiches gilt vermutlich auch für die angespannten Tennisprofis. Die Pandemie mit ihren Auswirkungen hatte dem einen oder anderen zuletzt ja arg aufs Gemüt geschlagen. Der Franzose Benoit Paire stellte in Buenos Aires sehr öffentlich die Sinnfrage einer Tour, auf welcher die Spielerinnen und Spieler seit vielen, vielen Monaten durch leere Stadien tingeln, ohne einen Hauch von Atmosphäre. Im Achtelfinale der Argentina Open verlor Paire, 31, nach einer knappen Aus-Entscheidung vollkommen die Fassung, spuckte auf den Ballabdruck, legte sich mit dem Schiedsrichter an, bevor er ohne jegliche Bemühungen seiner Niederlage entgegenspielte.

So etwas hatte sich wohl angebahnt. „Die ATP-Tour ist traurig, langweilig und lächerlich geworden“, schrieb der als Lebemann bekannte Paire nach seinem Wutanfall auf Twitter und setzte nach: „Ich weiß, dass jetzt alle sagen werden, ich wüsste gar nicht, wie viel Glück ich hätte, bla bla bla, aber in einem geschlossenen Stadion ohne Atmosphäre zu spielen, ist nicht das, wofür ich Tennisspieler geworden bin. Wenn man die ganze Zeit im Hotel bleiben muss, nicht raus kann, ohne eine Strafe zu riskieren, wo ist da das Vergnügen am Reisen? Für mich ist Tennis zu einem reizlosen Beruf geworden.“

Zverev angeschlagen

Wirklich beruhigt hatte sich Paire auch im lockeren Miami nicht, wo der Weltranglisten-33. in Runde zwei am Italiener Lorenzo Musetti (94.) scheiterte. Schon vor Turnierbeginn textete er im Hinblick auf die Absagen zahlreicher Stars: „Mag sein, dass ich impulsiv bin und Unsinn von mir gebe: Aber wenn ich sehe, dass ein Masters 1000 ohne Roger (Federer, Anm. d. Red.), Rafa (Nadal), und Novak (Djokovic), Dominic (Thiem) (...) gespielt wird, dann gibt es gerade ein Problem auf der Tour.“

Auch die deutschen Stars glänzten in Miami bald nur noch mit Abwesenheit. Angelique Kerber, 33, schied in Runde zwei gegen Viktoria Asarenka aus: Für Alexander Zverev, 23, war das Match gegen den finnischen Außenseiter Emil Ruusuvuori zu viel. Er schien bei der Dreisatzniederlage körperlich nicht auf der Höhe zu sein; Tapes an allen Ecken und Enden seines Körpers deuteten darauf hin. Da halfen dann auch die Shrimp Tacos nichts. mit sid

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare