Wimbledon in Bad Homburg

Ein Symbolakt auf Rasen

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
    schließen

Der Centre Court in Bad Homburg ist offiziell eröffnet.

Es war natürlich kein Zufall, dass die Eröffnung des neuen Centre Courts der Bad Homburg Open an diesem Samstag erfolgte. Jenem Tag, an dem eigentlich, hätte die Corona-Pandemie nicht alles und damit auch den Tenniskalender verwüstet, das Frauenfinale in Wimbledon stattgefunden hätte. Und exakt zwei Jahre, nachdem Angelique Kerber beim berühmtesten und wichtigsten Rasenturnier der Welt in London triumphierte mit einem Sieg gegen Serena Williams. „Das ist ein sehr spezieller Tag für mich“, sagte Turnierbotschafterin Kerber, dessen Management das Bad Homburger Event organisiert. Zur Einweihung des Rasenplatzes gewann sie gemeinsam mit Fedcup-Teamchef Rainer Schüttler ein launiges Show-Doppel mit 10:8, 8:10, 10:8 gegen Daviscup-Teamchef Michael Kohlmann und Nachwuchsspielerin Mara Guth.

„Das ist nicht nur ein symbolischer Akt, sondern soll auch ein Signal sein, das unsere Mission ein bisschen greifbarer macht“, sagte Turnierdirektor Aljoscha Thron, auch Manager von Kerber. Das Turnier der WTA-Frauentour hätte Ende Juni erstmals als Generalprobe für Wimbledon stattfinden sollen, Corona machte die Planung zunichte. Nun soll das schicke „Boutique-Turnier“, wie Kerber es nannte, im kommenden Jahr debütieren. Neben der 32-jährigen Kielerin, die am Samstag von DTB-Präsident Ulrich Klaus zum DTB-Ehrenmitglied ernannt wurde, haben bereits die deutschen Top-Spielerinnen Julia Görges und Andrea Petkovic aus Darmstadt ihre Teilnahme zugesichert. (böl)

Kommentare