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Der Zweikampf um Platz drei

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Lucien Favre: "Wir schauen von Spiel zu Spiel"
Lucien Favre: "Wir schauen von Spiel zu Spiel" © AFP

Die Meisterschaft ist bereits entschieden, doch unter anderem verspricht das Rennen um Platz drei zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen Spannung.

Der Kampf um die Nummer eins am Rhein steht unter besonderen Vorzeichen. Denn Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen kämpfen im Bundesliga-Endspurt um die direkte Qualifikation für die Champions League. Der Showdown steigt zwar erst am 9. Mai im Borussia-Park, wenn die Fohlen vor eigenem Publikum den Werksklub zum möglicherweise entscheidenden Duell um Platz drei empfangen, aber bereits an diesem Wochenende kann eine Vorentscheidung fallen.

Der Tabellenvierte Leverkusen (55 Punkte) trifft am Samstag auf den alten und neuen deutschen Meister Bayern München, der sich nach dem bitteren Pokal-K.o. gegen Borussia Dortmund unter dem Werkskreuz auf das Halbfinal-Hinspiel in der Königsklasse beim FC Barcelona einstimmen will. Am Sonntag möchte dann Gladbach (57) seinem Trainer Lucien Favre bei dessen Ex-Klub Hertha BSC den 100. Sieg in der Bundesliga bescheren.

"Es ist noch alles drin. Wir schauen von Spiel zu Spiel", sagt Favre vor den entscheidenden Wochen. Am Samstag schaut der Schweizer aber vor allem auf Leverkusen, das im Gegensatz zur Borussia beim 1:0 gegen den Tabellenzweiten Wolfsburg am vergangenen Spieltag beim 1:1 im Derby beim 1. FC Köln Federn gelassen hatte.

Favres Landsmann Granit Xhaka bringt die Hoffnung der Gladbacher nach zehn Ligaspielen ohne Niederlage auf den Punkt: "Auch wenn Bayern München schon deutscher Meister ist, verlieren wollen sie bestimmt nicht." Und Weltmeister Christoph Kramer sagt: "Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir uns erst anschauen können, was Leverkusen macht."

Bayern mit B-Elf

Bayer selbst geht vorsichtig optimistisch in die Partie mit den physisch und psychisch angeschlagenen Bayern, die man im Pokal-Viertelfinale am 8. April selbst schon am Rand einer Niederlage hatte. Die Bayern hatten in dieser Partie im Elfmeterschießen (3:5) aber im Gegensatz zum vergangenen Dienstag die besseren Nerven.

"Wir waren in diesem Spiel gleichwertig, wenn nicht sogar besser", sagt Bayer-Torwart Bernd Leno und kündigte selbstbewusst an: "Diesmal wollen wir uns auch belohnen." Auch Bayer-Torjäger Stefan Kießling hat keine Angst vor den Bayern, die vermutlich mit einer B-Elf auflaufen werden: "Wir wollen unsere gute Leistung gegen die Bayern wiederholen und punkten." Kießling glaubt generell aber: "Das wird eine Zweikampf bis zur letzten Minute."

Das sieht Favre vor dem Besuch an seiner alten Wirkungsstätte ähnlich. Für den Borussen-Coach geht es zunächst darum, die Hürde Berlin zu meistern: "Ich bin überzeugt davon, dass das ein hartes Stück Arbeit für uns wird."

Sollte die Borussia im Olympiastadion bestehen und tags zuvor Leverkusen nach acht Spielen in Folge ohne Niederlage (7 Siege) gegen den Rekordmeister nicht gewinnen, hätten sie vor dem direkten Duell am 32. Spieltag die besseren Karten. Doch Gladbach ist gewarnt. Denn die Borussia gewann nur fünf von 26 Liga-Gastspielen an der Spree. (sid)

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