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Alexander Zverev: Seinem Schicksal ergeben.

Tennis

Zverev kommt einfach nicht in Schwung

Gesundheitlich angeschlagen verliert Alexander Zverev beim ATP-Masters in Indian Wells sang- und klanglos das deutsche Drittrunden-Duell mit Jan-Lennard Struff.

Nachdem auch sein letzter Aufschlag im Netz gelandet war, schlurfte Alexander Zverev mit hängenden Schultern und leerem Blick vom Platz. Saft- und kraftlos hatte sich der 21-Jährige beim ATP-Masters in Indian Wells im deutschen Duell mit Jan-Lennard Struff am Ende seinem Schicksal ergeben. Ein Doppelfehler besiegelte nach nur 71 Minuten die 3:6, 1:6-Niederlage und damit das Drittrunden-Aus für den Weltranglistendritten. Zverev kommt 2019 einfach nicht richtig in Schwung.

„Ich bin seit einer Woche krank, es ist ein Virus“, klagte der gebürtige Hamburger nach seiner ersten Pleite im fünften Duell mit Struff auf der Tour: „Daran hat sich leider nichts geändert.“ Auch Struff, der es im Achtelfinale mit dem Kanadier Milos Raonic zu tun bekommt, sah seinen Gegner nicht auf der Höhe. „Ich habe gut gespielt, Sascha hat heute nicht so gut gespielt. Er war nicht an seinem Limit“, sagte der Warsteiner.

Zverev wird in dieser Saison immer wieder von seinem Körper ausgebremst. Am vergangenen Samstag hatte er in Acapulco erst im Finale gegen den Australier Nick Kyrgios verloren, schien endlich in der Spur. Nun folgte ein erneuter Rückschlag. Bereits im Januar hatte Zverev mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen gehabt, war unmittelbar vor Beginn der Australian Open im Training mit dem Fuß umgeknickt und hatte im Februar eine erneute Zwangspause aufgrund einer Knöchelverletzung einlegen müssen.

Jetzt will sich Zverev erst einmal richtig auskurieren und dann in Miami (20. bis 31. März) einen neuen Anlauf nehmen. Beim ATP-Masters in Florida hatte er im Vorjahr erst im Finale gegen John Isner (USA) den Kürzeren gezogen. „Dort spiele ich immer gut, wie die Geschichte zeigt“, sagte Zverev. Im Gegensatz zu Indian Wells, wo er in mittlerweile vier Anläufen nie über das Achtelfinale hinausgekommen ist.

Bei den Frauen kämpften sich Angelique Kerber und Mona Barthel dagegen ins Achtelfinale. Die 31-jährige Kerber gewann nach Satzrückstand noch 3:6, 6:1, 6:3 gegen Natalia Wichljanzewa aus Russland, Barthel schaltete die an Nummer 15 gesetzte Wimbledon-Halbfinalistin Julia Görges (Bad Oldesloe) mit 7:5, 1:6, 6:4 aus.

Die an Position acht gesetzte Kerber trifft in der Nacht zum Mittwoch in der Runde der letzten 16 auf Aryna Sabalenka aus Weißrussland, Barthel bekommt es mit Venus Williams (USA) zu tun. Nur für ein Spiel stand Philipp Kohlschreiber auf dem Platz. Das Match gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic musste wegen Regens beim Stand von 1:0 für den Serben zunächst für knapp eine Stunde unterbrochen werden. Dann wurde die Fortsetzung der Partie für Dienstag angeordnet. (sid)

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