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Wolfsburg besiegt den Auswärtsfluch

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Misimovic schafft mit zwei Toren in der Schlussphase beste Voraussetzungen fürs Weiterkommen im Uefa-Cup.

In der hektischen Schlussphase verlor selbst Schachspieler Felix Magath den Überblick. "Ich freue mich, dass wir mit diesem Erfolg die Gruppenphase überstanden haben", erklärte der sonst so präzise Analytiker in der irrtümlichen Annahme, der 3:2 (1: 1)-Sieg des VfL Wolfsburg bei Sporting Braga habe seinem Team bereits den Weg in die K.o.-Runde des Uefa-Cups geebnet. Dass den Niedersachsen trotz der maximalen Ausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen immer noch ein Zähler zum Weiterkommen fehlt, hatte der VfL-Coach schlicht übersehen.

So nahm Magath an, dass es für Wolfsburg in den beiden verbleibenden Gruppenspielen gegen den FC Portsmouth am kommenden Donnerstag und zwei Wochen später beim AC Mailand (17. Dezember) "nur noch um die bestmögliche Platzierung" gehe. Doch rein rechnerisch wäre bei zwei Niederlagen der "Wölfe" auch ein Ausscheiden noch möglich - vorausgesetzt Portsmouth und Braga gewinnen jeweils ihre verbleibenden Begegnungen.

Die starke Leistung des Bundesligisten bei den Portugiesen gab zu derart pessimistischen Überlegungen freilich keinen Anlass. "Wir haben uns eine super Ausgangsposition verschafft. Jetzt haben wir es selbst in der Hand", sagte Nationalspieler Marcel Schäfer. Sein Teamkollege Christian Gentner freute sich vor allem über den ersten Wolfsburger Auswärtssieg dieser Saison: "Diesen Schwung sollten wir jetzt mitnehmen und am Sonntag in Dortmund einen weiteren Sieg nachlegen."

Trotz der von Beginn an kämpferischen Einstellung sah es lange Zeit nicht nach einem Sieg aus. Zweimal waren die Gäste in Rückstand geraten: Zunächst durch ein kurioses Eigentor von Ricardo Costa (5.) und nach dem Ausgleich des Bosniers Edin Dzeko (24.) nochmals durch Albert Meyong (49.). Erst ein später Doppelpack von Zvjezdan Misimovic, der einen Foulelfmeter (83.) verwandelte und in der vierten Minute der Nachspielzeit traf, machte den Sieg perfekt.

"Wir haben uns durch die schnellen Gegentore in beiden Halbzeiten nicht aus dem Konzept bringen lassen. Am Ende hat vielleicht die bessere Kondition für uns den Ausschlag gegeben", analysierte Magath. An eine ausgemachte Auswärtsschwäche hatte der Trainer ohnehin nie geglaubt: "Ich habe immer gesagt, dass wir auswärts meist gut gespielt haben, auch wenn keine Siege dabei heraussprangen. Jetzt hat es endlich geklappt, das sollte uns weiter Selbstvertrauen geben." sid

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