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Isabell Werth

Gesperrte Dressurreiterin

Werth greift Verband an

Die gesperrte Dressurreiterin Isabell Werth hat erneut die Deutsche Reiterliche Vereinigung attackiert. Der Verband habe sie im Stich gelassen. Dieser Stachel sitze tief.

Die gesperrte Dressurreiterin Isabell Werth hat erneut die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) attackiert. "Der Verband hat mich fallen gelassen. Dieser Stachel sitzt bei mir tief", sagte die Rheinbergerin der Stuttgarter Zeitung. "Ich habe keinen Kontakt mehr zu meinem Verband. Das dürfte wohl für sich sprechen. Die Vertrauensbasis ist zerstört."

Werth darf wegen eines Dopingfalles bis zum 23. Dezember nicht bei Turnieren starten. Der deutsche Verband hat sie zudem für ein Jahr aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Die 40 Jahre alte Reiterin will trotzdem "gerne weiter für Deutschland starten und mein Land international vertreten". Sie hat nach der Geburt ihres Kindes Ende Oktober bereits mit leichtem Training begonnen, will aber erst im kommenden Jahr wieder an Turnieren teilnehmen. "Mein Ziel ist es, an die Weltspitze zurückzukehren und im September 2010 bei der Weltmeisterschaft in den USA zu starten", erklärte die fünfmalige Olympiasiegerin.

FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach wies die Vorwürfe zurück. "Das ist eine sehr emotionale Reaktion. Ich sehe aber nicht, dass wir sie fallen gelassen haben. Wir haben uns neutral verhalten, wie es sich für einen Verband in einer solchen Situation gehört", sagte Lauterbach. (dpa/sid)

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