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Schütze vom Dienst: Zlatan Ibrahimovic trifft im Clasico.
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Schütze vom Dienst: Zlatan Ibrahimovic trifft im Clasico.

Barca bezwingt Real

Wenn der Torwart sich wie ein Idiot fühlt

Die Partie wurde in 51 Kinos in ganz Spanien übertragen , TV-Sender berichteten 23 Stunden lang über die 90 Minuten: Stürmer Zlatan Ibrahimovic entscheidet den "Clasico" zugunsten von Barcelona.

Zlatan Ibrahimovic freute sich wie ein kleines Kind über sein goldenes Traumtor, Madrids Keeper Iker Casillas fühlte sich indes wie ein Idiot: Nach dem 238. "El Clasico" bestand sowohl bei Siegern als auch bei Verlierern erhöhter Redebedarf. "Das war ein ungerechtes Resultat, wir hätten zumindest ein Unentschieden verdient gehabt. Jetzt stehe ich hier und schaue in die Röhre wie ein Dummkopf", haderte Nationaltorhüter Casillas nach der 0:1 (0:0)-Niederlage von Real Madrid beim Erzrivalen FC Barcelona.

Matchwinner Ibrahimovic ließ sich nach seiner famosen Rückkehr dagegen feiern. "Zlatan ist eben einer der weltbesten Spieler. Das hat er einmal mehr bewiesen", schwärmte Barca-Kapitän Carles Puyol. Ibrahimovic war nach seiner Oberschenkelverletzung erst in der 50. Minute eingewechselt worden und besiegelte nur sechs Minuten später mit einem Volleyschuss den Sprung zurück an die Tabellenspitze. "Es ist ein sensationelles Gefühl, in seinem ersten Klassiker gegen Real gleich zu treffen. Ich bin einfach nur glücklich", sagte Ibrahimovic, dem auch die spanischen Medien zu Füßen lagen: "Viva, hoch lebe Ibra", titelte Sport.

Einig waren sich alle Beteiligten allerdings darüber, dass der Sieg der Katalanen vor 98000 Zuschauern im ausverkauften Camp Nou eher glücklich war. "Real war wirklich stark, aber wir sind bis zum Ende cool geblieben. Es ist immer verdienstvoll und schön, Madrid zu schlagen", meinte Barca-Trainer Pep Guardiola, wollte aber nicht von einer Vorentscheidung im Titelrennen sprechen: "Die Saison ist noch lang." Nach dem 12. Spieltag führt der Champions-League-Sieger mit zwei Punkten vor Verfolger Real. Nicht zuletzt die Sporttageszeitung Marca lobte die Leistung der unterlegenen Königlichen, bei denen der verletzte deutsche Nationalspieler Christoph Metzelder erneut nicht im Kader stand: "Real zeigte Größe, ohne belohnt zu werden. Es schmeckte nach Sieg. " Doch auch die Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Barcelonas Sergio Busquets (64.) konnte Madrid, bei denen erstmals seit seiner Knöchelverletzung Superstar Cristiano Ronaldo von Anfang an spielte, nicht nutzen.

Als besten Spieler auf dem Platz feierten die 97 000 Fans keinen der Stars und auch nicht den Torschützen Ibrahimovic, sondern den Abwehrrecken Carles Puyol. Dem Kapitän der Blau-Roten gelang eine Art von "Hattrick": Der 31-Jährige warf sich dreimal einschussbereiten Real-Stürmern in letzter Sekunde entgegen und verhinderte drei sichere Gegentore. "Puyol spielt wie ein 20-Jähriger", meinte Guardiola anerkennend.

Der "Clasico" hatte bereits Tage zuvor die Massen elektrisiert und war in neue Dimensionen vorgestoßen. Erstmals war in Spanien ein Liga-Spiel im Kino übertragen worden - in 51 Multiplex-Palästen war die Partie zu sehen. In der Talk-Show "Punto Pellota" im TV-Sender ITV war vor dem Anpfiff über 23 Stunden mit insgesamt rund 80 Gästen über das Prestigeduell diskutiert worden.

Huntelaar trifft spät schnell

Klaas-Jan Huntelaar hat den wohl effizientesten Auftritt seiner Fußballer-Karriere gefeiert. Dem schon als Fehleinkauf verspotteten Niederländer gelang am Sonntagabend im Liga- Spiel bei Catania Calcio ein Doppelpack fürs Kuriositätenkabinett: Erst in der 84. Minute eingewechselt, schoss der 26-Jährige Milan in der Nachspielzeit mit zwei Toren innerhalb von 120 Sekunden zum 2:0- Sieg. Erst traf der von Real Madrid gekommene Huntelaar in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:0, dann setzte er zwei Minuten später praktisch mit dem Schlusspfiff noch das 2:0 drauf. Effizienter geht's kaum!

"Ich habe immer an mich geglaubt, das war erst der Anfang", sagte der niederländische Nationalspieler nach seinen ersten beiden Toren im Milan-Trikot. Mailands Vize-Präsident Adriano Galliani erinnerte Huntelaars zweites Tor gar schon an die früheren Glanztaten von dessen Landsmannes Marco van Basten. "Einfach sensationell", lobte die Gazzetta dello Sport den Niederländer. Auch Trainer Leonardo freute sich für seinen bislang glücklosen Schützling. (dpa/sid )

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