Weltcup-Finale: Beerbaum und Co. mit starkem Auftakt

Der Auftakt war sehr vielversprechend. Die deutschen Springreiter haben das Weltcup-Finale in Lyon mit starken Runden begonnen und sich bei der ersten von drei Prüfungen gute Ausgangspositionen erarbeitet.

Der Auftakt war sehr vielversprechend. Die deutschen Springreiter haben das Weltcup-Finale in Lyon mit starken Runden begonnen und sich bei der ersten von drei Prüfungen gute Ausgangspositionen erarbeitet.

"Das lässt uns für die nächsten Tage hoffen", kommentierte Bundestrainer Otto Becker. Vier Reiter unter den besten Zehn "kann sich sehen lassen", sagte er. Einen starken Auftakt lieferte vor allem Ludger Beerbaum, der schon als Fünfter der 40 Reiter in den Parcours musste. "Das Fallobst kommt zuerst", scherzte Beerbaum, der nach verpasster Qualifikation nur als Reservereiter ins Feld rutschte und nun Dritter ist. Mit seinem Hengst Chaman (65,54) zeigte er eine schnelle und fehlerfreie Runde. "Das war schon ein bisschen angegriffen", kommentierte der 50-Jährige aus Riesenbeck seinen Ritt: "Ich habe jetzt eine gute Ausgangsposition."

Gut war auch der Ritt von Christian Ahlmann. Der 39-Jährige aus Marl blieb mit Aragon (67,65) ohne Abwurf und kam auf Rang neun. "Ich bin nicht das letzte Risiko geritten", sagte Ahlmann. "Ich wollte einen guten Start und bin jetzt gut zufrieden."

Das galt auf für Daniel Deußer. Der in Mechelen lebende deutsche Meister ritt mit Cornet D'Amour (66,69) makellos und rangiert als zweitbester deutscher Reiter an sechster Stelle. Marcus Ehning blieb mit Cornado (68,13) ebenfalls ohne Strafpunkt und kam mit dem elfjährigen Hengst auf Platz zehn. "Alle sind gut gesprungen", stellte Bundestrainer Becker fest.

Nicht ganz geglückt war der Ritt von Lars Nieberg. Der 50-Jährige aus Sendenhorst kassierte mit Leonie (77,07) einen Abwurf in der dreifachen Kombination und war zudem zu langsam. "Sie ist von Natur aus nicht so schnell", sagte Nieberg, der zunächst einmal 30. ist.

Die deutschen Springreiter wollen sich in Lyon rehabilitieren. Vor einem Jahr erlebten sie in Göteborg ein beispielloses Fiasko. Seit der Weltcup-Gründung 1979 gab es kein so schlechtes Ergebnis wie beim Final-Turnier 2013 in der schwedischen Hafenstadt. "Heute sieht es besser aus", meinte Becker grinsend.

In der am Samstag beginnenden Dressur gibt es zwei Topfavoriten. Erwartet wird ein Duell zwischen Titelverteidigerin Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Damon Hill und der Olympiasiegerin Charlotte Dujardin mit Valegro. Die britische Reiterin, die auch bei der EM im vergangenen Jahr Einzel-Gold gewann, hatte die direkte Qualifikation verpasst und startet in Lyon dank einer Wildcard.

Neben Langehanenberg sind zwei weitere deutsche Reiterinnen in Lyon am Start. Die zweimalige Weltcup-Siegerin Isabell Werth aus Rheinberg ist zum 18. Mal bei einem Finale dabei. Die 28-jährige Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen erlebt indes ihr Debüt. (dpa)

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